Re: Unbegründete Zweifel - das ist wohl Ansichtssache
Autor: nereus
Datum: 05-12-02 10:30

In 15 Minuten dieses Attentat "durchzuziehen" hat schon andere Dimensionen. Das müsste man wirklich in's kleinste Detail auflösen und vor allem die Zeugenaussagen berücksichtigen um klipp und klar zu klären wer wurde wann und wo erschossen.
Nur sagen viele Zeugen das sie eben zwei Personen gesehen haben wollen.
Die Thüringer Allgemeine berichtet am 27.04. u.a.:
Denise Hoffmann (15) rettete sich nach den ersten Schüssen zusammen mit fünf Mitschülern in die Wohnung ihres Großvaters. ..
Zwei Maskierte, behaupten sie, seien es gewesen. Beide um die ein Meter siebzig groß. Normale Figur. Der eine hätte ein Gewehr auf dem Rücken gehabt und mit einer Pistole geschossen. Der andere hatte nur eine Pistole.
"Einer der beiden", erinnert sich Steffen Holzhäuser (15), "ist uns auf den Schulhof gefolgt und weg gerannt. Wohin, hab ich nicht gesehen. Aber nicht ins Schulhaus zurück."
Ich will nicht glauben das 6 Schüler gleichzeitig von Wahnvorstellungen befallen worden sein sollen.
Und es sind ja nicht die einzigen Zeugen. Andere haben Schüsse in der Etage wo sie sich befanden gehört und gleichzeitig auch im Stockwerk über sich.
Die Quellen lasse ich jetzt mal weg sonst platzt der Thread.
Warum schenkt man diesen Zeugen keinen Glauben? Sie haben es doch aus allernächster Nähe erlebt?
Ein plausibler Grund fällt mir dazu auch ein.
Die Polizei wusste von Beginn an Bescheid und hält die Theorie von nur einem Täter aufrecht um wieder Ruhe in der Stadt einkehren zu lassen.
Sollte nämlich bekannt werden das da noch einer "draußen" herumläuft .. na ja, den Rest kann man sich wohl zusammen reimen. Alle Schulen müssten ab sofort überwacht werden.
Ich persönlich würde eine weitere tödliche Gefahr in Erfurt und Umgebung fast ausschließen.
Der Terror bricht immer ungestüm in eine beruhigte Welt.
Ist dann alles aufgescheucht, sind die Gefühle sensibilisiert ist es ein denkbar schlechter Zeitraum für weitere Morde.
Doch das ist nur meine unerhebliche Sichtweise auf die man sich sicher nicht komplett verlassen sollte.
Und das gilt auch nur für einen professionellen Hintergrund und nicht für "verwirrte" Schüler.
Übrigens ändert sich die Körpergröße von Robert Steinhäuser auffällig oft.
In der WamS ist er nur 1,70m , also genauso groß wie die Schüler in der TA den Attentäter beschrieben haben. Sie sprachen übrigens von schwarz vermummten Gestalten und nicht von R.S.
Im Stern steht aber: Keiner seiner früheren Schulkameraden erinnert sich, dass der 1,85 Meter große "Steini" je einen Freund gehabt hätte.
Na wie geht denn so etwas? 15 cm Unterschied ist nicht gerade wenig. Wie groß war er denn nun wirklich? Die kurze Video-Aufnahme aus dem Fernsehen lässt eher auf einen großen und kräftigen Mann schließen. Aber das lässt sich ganz sicher schnell aufklären.
Einfach im Schützenverein oder bei den Handballern anrufen und fragen. Schon wäre der Punkt geklärt.
Warum versucht die Presse diese Merkwürdigkeiten nicht zu recherchieren? Der SPIEGEL suggeriert permanent die Einzelattentätertheorie ohne auch nur ein einziges Mal wirklich zu hinterfragen.
Wenn angeblich afghanische Rebellen die deutsche Zivilbevölkerung bedrohen wird das ohne große Hemmungen über uns ausgegossen. Aber wenn mal wirklich etwas passiert und es fängt an dieser oder jener Stelle an zu klemmen, hüllt man sich in das eigene Theoriegebäude ein und nichts darf diese Mutmaßungen erschüttern.
Das mehrere Magazine mitgeführt werden können ist unstrittig.
Was seltsam anmutet sind die unterschiedlichen Meldungen über die Magazinmenge. In der überregionalen Presse ist meist von nur einem Magazin die Rede.
Doch in der TA vom 28.04. kann man folgendes nachlesen:
Das SEK fand in der Schule zwei leer geschossene Magazine, das dritte war noch in der Waffe. Insgesamt hatte Robert St. 40 Schuss abgefeuert. Nur aus seiner Pistole, die auf den Rücken geschnallte Pumgun blieb unbenutzt. Das war am Sonntag und ich unterstelle mal das die Spurensuche unmittelbar begann nachdem festgestellt wurde das kein weiterer Attentäter mehr im Haus war, also am Freitagnachmittag.
Und dann wird am 07.05. gemeldet das anstelle der 40 Schuß 72 abgegeben wurden und sieben Magazine gefunden wurden.
Die TA meldet am 27.04.: Kriminaltechniker aus Erfurt, Jena und Gotha rücken zur Spurensicherung an, später auch noch zwei Sprengstoffexperten. Das bezieht sich aber auf das Wohnhaus von R.S.
Da darf man wohl davon ausgehen das auch in der Schulde fremde Hilfe in Anspruch genommen wurde und das die Polizei am Wochenende im Gutenberg-Gymnasium geradezu "rotierte".
In diesem Fall hätte man aber am 29./ 30.4. oder dem 1. Mai eine Korrektur erwarten dürfen, zumindest für die Anzahl der Magazine.
Denn diese dürften ja wohl herumgelegen haben und Robert hat sie sicher nicht versteckt um die Polizei noch nachträglich zu ärgern. Du schreibst ja selbst "einfach fallengelassen".
Also, warum wird erst eine weitere Woche später diese Zahl nach oben korrigiert?
Doch nicht etwa deshalb weil sich plötzlich sehr viele Leute fragten wie Robert S. diese sagenhafte Trefferquote erzielte?
Es gab auch Zeugen die sagten er habe herumgeballert und in die Luft geschossen.
Abschließend vielleicht noch dies.
Wenn die Oma schon wegen Kurzsichtigkeit nicht unterscheiden kann ob Robert einen Rucksack oder eine Tasche bei sich trug, dann dürfte auch in Zweifel gezogen werden ob sie ihren nichtrauchenden Enkel überhaupt erkannt hat. Denn die Person die Haus verließ rauchte ja bekanntlich.
mfG
nereus




Re: Und wieder neue Lügen...
Autor: nereus
Datum: 05-11-02 23:05

Das Johann-Gutenberg-Gymnasium gibt es seit 1991. Der imposante fünfgeschossige Jugendstil-Bau war nach seiner Fertigstellung im Jahre 1909 zunächst Volksschule, zeitweise ein Lazarett für Kriegsverletzte, Institut für Lehrerausbildung und bis zur Wende eine Polytechnische Oberschule. Das teilsanierte Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Ausrichtung und neusprachlichen und musisch-künstlerischen Zweigen wird von rund 750 Schülerinnen und Schülern im Alter von 10 bis 19 Jahren besucht. Etwa 50 Lehrkräfte unterrichten am Gutenberg-Gymnasium.
Ich habe mir alle möglichen Nachrichten (SPIEGEL, Focus, STERN, Welt, WamS, SZ, TA usw.) aus dem Netz gesaugt und z.T. als Zeitschrift gekauft und verglichen.
Bin aber noch lange nicht fertig - leider. Ist ziemlich mühsam.
Meine Vorgehensweise und Annahmen:
Die ersten Zeugenaussagen dürften die besten sein. Das Ereignis ist noch frisch und unverfälscht.
Nach 2 Wochen Mediengehirnwäsche dürfte das Bild dann unklarer werden
Ich vermute, beweisen kann ich es nicht, das es mindestens 2 Täter oder mehr waren.
Die Zeugenaussagen sind erdrückend (und das sind nur die welche auch publiziert werden).
Ich schenke unmittelbaren Beobachtern, die niemanden verpflichtet sind, einfach mehr Vertrauen als Personen die um Posten, Meinungsbildung o.ä. kämpfen bzw. in Abhängigkeiten eingewoben sind.
Auch der Tathergang spricht für diese Variante. In so kurzer Zeit von unten nach oben, über 4 Etagen (incl. Erdgeschoß) längs über die Flure, dann raus und wieder hinein und wieder hoch usw.
Die Brutalität und Treffsicherheit spricht eher für eine professionelle paramilitärische Ausbildung als für PC-Ballerei im Jugendzimmer.
Was mich jedoch sehr stutzig macht ist folgendes:
Die "Neue Solidarität" (LaRouche), das RAF-Phantom (Wisniewski) oder Ceiberweiber (Top-Hintergrundinfos aus Wien) verhalten sich verdächtig ruhig. Und die stürzen sich nun wirklich auf alles was irgendwie nach Verschwörung "riecht."
Nur die Neue Solidarität haut in die PC-Spiele Kerbe, aber das ist ja ein alter Hut und bringt nichts Besonderes.
Die zweifellos vorhanden Merkwürdigkeiten sind denen nicht mal einen Kommentar wert.
Was hat das zu bedeuten?
Fröhliches Rätselraten!
mfG
nereus



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