7.2.2002 Michael Liebig Eira
Bushs „Freiheits-Korps„ – eine neue Gestapo?

In seiner Rede zur Lage der Nation warb Präsident Bush für die Schaffung eines „Freiheits-Korps„. Auf einer Reise durch Amerikas Süden setzte er diese Werbekampagne fort. Die neue Einheit solle sich „auf drei notwendige Bereiche konzentrieren: bei Krisen in der Heimat zu reagieren, unsere Kommunen wiederaufzubauen und das Mitgefühl der Amerikaner in alle Welt zu tragen. Ein Zweck... wird die Sicherung der Heimat sein„, verkündete Bush. Er forderte alle Amerikaner auf, sich freiwillig für zwei Jahre (oder insgesamt 4000 Stunden) zum Dienst an der Nachbarschaft und der Nation zu melden.

Der neue Vorschlag fordert die Schaffung eines „Bürgerkorps„, das scheinbar aus der Operation „TIPS„ – TERRORISTEN-INFORMATIONS- UND PRÄVENTIONS-SYSTEM – bestehen soll: ein „Blockwart„-ähnliches Überwachungssystem, in dem Bürger-Teams das Geschehen in ihrer Nachbarschaft überwachen. Koordiniert werden soll es von Bürgerbereitschaftsräten, die auf nationaler Ebene ausgerechnet von der Bundesnotstandsverwaltung (FEMA) gesteuert werden. Das Bürgerkorps soll parallel zum AmeriCorps, zum Senior Corps und zum Peace Corps bestehen; Bush wird 560 Mio.$ beantragen, um es zu finanzieren.



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