INSTITUT FÜR MATHEMATISCHE PHYSIK

DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT CAROLO-WILHELMINA

- Prof. Dr. G. Gerlich -

 

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38106 Braunschweig

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27. Mai 1998

Prof. Dr. Gerhard Gerlich Lüdersstraße 8 38124 Braunschweig

An die
Redaktion der

Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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Betr. : Leserbrief von Prof. Dr. Klaus Heinloth, Universität Bonn, "Kommissions-Berichte über Klimakatastrophe", FAZ v. 10. 9. 96, s. 14.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die unseriöse Art und Weise, wie Herr Professor Heinloth Aberglauben und Märchen als "Wissen" dem unterstellten "Glauben" von Dr. Thüne gegenüberstellt, macht eine kleine Korrektur nötig.

Der Beginn der Klimakatastrophe war die Treibhausgaslüge, daß nämlich die Erhöhung der Anteile gewisser Spurengase in der Atmosphäre zu einer Erhöhung der bodennahen Lufttemperaturen führen sollten, und die nächste Lüge war, daß dies der gleiche physikalische Mechanismus sein soll, der im Sonnenschein für die erhöhte Innentemperatur des Autos verantwortlich sein soll. Die letzte Treibhauslüge ist mehrfach von Prof. Heinloth verbreitet worden, der genau weiß, daß es sich hierbei um eine grobe Irreführung der Öffentlichkeit handelt. Die nächste Lüge besteht darin, zu behaupten, eine Erhöhung der Mittelwerte der bodennahen Lufttemperaturen wäre eine "Katastrophe", obwohl dies vermutlich der Menschheit Vorteile bringen würde! Diese Argumentationslinie wurde von vielen selbsternannten "Umweltwissenschaftlern" übernommen: jede Veränderung irgendwelcher fiktiver Umweltmittelwerte muß eine Umweltkatastrophe sein. Dabei sind die Klimarechenzentren, die ja nichts produzieren können, was irgend einen Wert für irgendeine Wissenschaft hat, sicher eine größere Bedrohung für die Umwelt, als das lebensnotwendige Kohlendioxid. Aber eine noch wesentlich größere Bedrohung für die Umwelt sind die von Prof. Heinloth genannten Klimakatastrophenkommissionen, die ja nur dazu da sind, damit die Steuerzahler für Funktionäre kräftig Spesen hinblättern müssen. Ich warte darauf, daß diese Kommissionen beschließen werden, daß zwei mal zwei gleich acht ist, und als gute Demokraten werden wir uns in Zukunft daran halten.

Im Wissenschaftsverständnis von Herrn Prof. Heinloth sind wahrscheinlich Astrologen Zukunftswissenschaftler; auf jeden Fall sind deren Prognosen unvergleichlich zuverlässiger als der Müll, der mit GCMs als "Zukunftsprognosen" dem Bürger eingeredet wird.

Als Anlage habe ich ein paar weitere "Treibhaustexte" beigelegt.

Mit freundlichen Grüßen!






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