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Der böse Wolf und die sieben Geißlein

Kawi Schneider, 19. 11. 2002


Das ganze prophetische Märchen neu erzählt

Es war einmal ein ganz, ganz böser Wolf. Der Wolf nannte sich „Alliierte“, dahinter verbargen sich in Wirklichkeit 51 Länder. Der Wolf wollte aus Neid die guten und fleißigen Deutschen fressen - alle 7 Geißlein auf einmal.

Das war der Plan, und der Plan gelang – fast.

Zuerst fraß er das allererste Geißlein, die Ostgebiete des Deutschen Reichs. Dieses Geißlein wurde am schlimmsten von allen gewürgt und zerbissen.

Dann fraß er das zweite Geißlein und nannte es Republik Österreich.

Dann fraß er das dritte Geißlein und nannte es später die DDR.

Dann fraß er die nächsten drei Geißlein, die drei Westzonen, und nannte sie, später auch zusammen mit der DDR, „BRD“ wie „Bestien Ruinieren Deutschland“, weil der Wolf nur die willigen Vollstrecker seiner Bosheiten und Lügen die Dinge mitbestimmen ließ. Dann schlief er siegesgewiß ein und schnarchte zufrieden.

Das siebte Geißlein hatte er vor dem Einschlafen vergessen und irgendwie übersehen. Es war das kleinste Geißlein, aber so klug wie eine alte Weise Frau, und es konnte sogar in die Zukunft sehen! Es versteckte sich in der Uhr und dachte nach, wie es die gefressenen Geschwister befreien könnte. Diese lebten nämlich noch in der Dunkelheit des Wolfsmagens und in der Magensäure der Umerziehung. Den sechs Geißlein wurde Glauben gemacht, selber ganz böse Wölfe gewesen zu sein, die nun ihre „Befreiung“ im Magen des Wolfs zu genießen hätten.

Als der Wolf nun tief genug schlief, bereitete das siebte Geißlein einen Schlag vor. Das siebte Geißlein war ein geheimer deutscher Staat mit am Anfang knapp 2, später 7 Millionen Menschen. Dieser geheime Staat war auf geheime militärische Stützpunkte überall in der Welt verteilt, und funktionierte seltsamerweise besser als jedes bekannte Uhrwerk. Der auffälligste von den verborgenen Stützpunkten war seit dem 12. November 2002 bekannt, als von hier aus zum US-Veteranentag 70 Wirbelstürme gleichzeitig über Kreuz in die USA geschickt wurden, im Bermuda Dreieck gelegen. Der von Generälen geführte reichsdeutsche Staat hatte sich mit den legendären Wunderwaffen immer weiter entwickelt und gedacht: „Nach 60 Jahren wird der Wolf sehr, sehr krank, aber die 6 Geißlein werden noch am Leben sein, dann wollen wir sie befreien!“

Ein Geißlein im Magen des Wolfs hatte die Erinnerung an die Vermißten, also an das siebte Geißlein, trotz der Umerziehung immer noch behalten und erzählte den anderen davon. Der Wolf wurde wach, hörte zu und sagte: „Das ist doch lächerlicher Unsinn, Ihr braucht nicht an das siebte Geißlein mit den Wunderwaffen, den UFOs und den Geisterbooten, glauben! Nur ICH bin Euer wahrer Freund und Eure Schutzmacht, ich habe Euch wirklich lieb, und ich habe Euch doch befreit!“

Er isolierte das dritte Geißlein durch eine Mauer von den anderen, weil er dachte, daß dieses vom 7. Geißlein erzählt hatte. Er hatte aber das 5. mit dem 3. verwechselt. Das 5. aber war so schlau und schwieg, schrieb aber die Geschichte vom 7. Geißlein vorsichtig auf und gab sie den anderen zu lesen, damit der Wolf nicht wieder mithören konnte. Sie konnten die Buchstaben aber nicht so richtig erkennen, weil es zu dunkel war. Der Wolf jedoch merkte sogar dies und befreite das dritte Geißlein von der Mauer, weil sie nicht mehr nötig war. Die Erinnerung an das 7. Geißlein war nämlich schwach und spielte eigentlich keine Rolle mehr.

Als die gefressenen Geißlein im Jahre 2002 schon fast ganz ausgesaugt waren, regte sich in ihnen doch noch mal ein Ansatz von Leben und Bewußtsein. Das erste Geißlein rief: „Ich bin ein Vertriebener aus Schlesien, heiße Horsti Maler und verlange, als die Nummer Eins, die Wiederherstellung des Deutschen Reichs!“ Der Wolf mußte grinsen, und dachte: „Ausgerechnet das schwächste wird am frechsten, man lernt nie aus, mit diesen seltsamen Deutschen!“

Dann rief das zweite Geißlein: „Ich heiße Schorsch Haider, ich, die Nummer Zwei, will das siebte Geißlein in der Uhr suchen, im alten Ur, im Zweistromland, das heute Irak heißt!“ Der Wolf grinste wieder und dachte: „Dann weiß ich ja jetzt, wo ich suchen muß, um endlich doch noch die Nummer Sieben zu fressen, die Zahl von Heil und Sieg der Deutschen!“

Das dritte Geißlein sagte: Ich heiße Ragnarök, also Götterdämmerung, ich bin aus den Ruinen der DDR auferstanden, und ich werde dem Wolf dreimal so in die Bauchspeicheldrüse zwicken, daß er uns alle ausspuckt, bevor es für uns zu spät ist! Aller guten Dinge bin ich die Drei!“ Diesmal hörte der Wolf das nicht, weil es so leise gesprochen hatte.

Das vierte Geißlein sagte: „Das siebte Geißlein ist doch tot, aber das Balkenkreuz des Reichs,
das Zeichen der vier Himmelsrichtungen, für die Herrschaft über die Erde, muß wieder her! Also muß ich das schaffen, ich, Mahnfried Roeder, weil ich der Schlaueste bin - als die ganz große Vier!“ Der Wolf baute wegen dieser unglaublichen Frechheit sofort einen kleinen Seitenmagen für ihn als Gefängnis, denn der Wolf hatte klar erkannt: „Der durchschaut mich!“

Das fünfte Geißlein sagte: „Macht alle was Ihr wollt, heiß’ ich denn Otto, ich lach’ mich schepp, Mann, weil ich mit meinen fünf Sinnen schon das Brausen der UFOs höre, mit den K-Waffen! K wie, ja tatsächlich, K wie ‚Kanonen der gewaltigen Kraftstrahlen’. Sie sind schon unterwegs und werden bald dem Wolf den Bauch aufschneiden und uns befreien!“ Der Wolf war verdutzt und dachte: „Nur ein Alptraum!“ Dann schlief er wieder ein.

Das sechste Geißlein sagte: „Du hast recht, der Wolf ist bald am Ende, ich werde ihn auf die Schippe nehmen und sechs mal lügen: „Ich bin das geheime Deutsche Reich, ich bin das siebte Geißlein, nicht das sechste, Ätsch, Krr, Krr!“ Der Wolf hörte diese total verrückte Lüge wie sechs Millionen mal hintereinander im Halbschlaf und war danach so verwirrt, daß ihm gar nichts mehr einfiel!

Und wer kam jetzt wohl ganz plötzlich? Das kleine Graue, siebte Geißlein, mit 70.000 UFO-Jägern! Das dritte Geißlein schaute schon zum Maul des Wolfes heraus, der es gerade herauswürgen wollte. Es begrüßte das siebte Geißlein und sagte: „Beeil’ Dich jetzt endlich mal, die anderen sind noch alle drin und können es nicht mehr lange ertragen!“ Da wurde dem Wolf blitzschnell der Bauch aufgeschnitten, die restlichen Geißlein waren uhrplötzlich frei und hatten es sehr schwer, sich ans klare Licht zu gewöhnen. Des bösen Wolfes ganze Bosheit aber wurde in sieben schwere Wackersteine verwandelt, mit denen sein Bauch gefüllt wurde. Dann wurde er für immer in den Abgrund gestoßen. Das siebte Geißlein hatte auch ausgezeichnete Neue Medizin mitgebracht. Es heilte damit alle Wunden der 6 Geißlein, die 60 Jahre als Geiseln im Bauch des Wolfs gewesen waren, und machte sie total gesund. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben in 2005 vielleicht noch alle sieben!



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