AEGIS IMPULS 9/2002

Masern

Eine Kinderkrankheit, aber keine gefährliche Infektionskrankheit

Anita Petek-Dimmer

Masern sind eine Krankheit, die die meisten von uns, besonders unter den Älteren, durchgemacht haben. Noch vor dem 2. Weltkrieg hatten über 80 % der deutschen Kinder bis zu ihrem 4. Lebensjahr die Masern bereits hinter sich gebracht. Seit etlichen Jahren nun ist weltweit eine Kampagne in Gange - angeführt von der WHO - in der man versucht, diese Krankheit durch flächendeckende Impfungen auszurotten. Da Eltern wissen, dass der normale Masernverlauf harmlos ist, wird von Impfbefürworterseite nun mit scharfem Geschütz aufgefahren, um eine Art Massenhysterie zu erzeugen. Angefangen hat es damit, dass man der Bevölkerung nun suggeriert, dass Masern nicht, wie jahrhundertlang bekannt war, eine Kinderkrankheit sind, sondern man versucht bewusst diese Bezeichnung aus dem Wortschatz der Eltern zu streichen, und mit "schwerer Infektionskrankheit" zu ersetzen. Damit sollen Eltern "impfwillig" gemacht werden.

Die Geschichte der Masern

Die Geschichte der Masern ist zum ersten Mal von dem persischen Arzt Rha-zes, auch Abu Beer genannt, beschrieben worden. Er lebte im 10. Jahrhundert. Die Krankheit selber dürfte schon viel älter sein. Der jüdische Arzt AI Yehudi erwähnte sie bereits im 7. Jahrhundert. Heute verlaufen die Masern meist sehr milde. Aber früher, bedingt durch die hygienischen Bedingungen, die Unternäh-rung und das Fehlen sauberen Trinkwassers, kam es zu recht heftigen Masernepidemien, wobei es nicht selten zu vielen Todesfällen kam. Aus diesem Grund nannten die Menschen im Mittelalter diese Krankheit auch „Morbilli", was soviel wie „kleine Pest" bedeutet.

Der persische Arzt Rhazes war der erste, der Masern von den Pocken unterschied. Er war sich auch bereits bewusst, dass Masern saisonal bedingt in der kalten Jahreszeit auftraten, er dachte allerdings, die Krankheit sei nicht ansteckend. Wilson beschrieb 1962, dass die Unterscheidung zwischen Pocken und Masern im 17. Jahrhundert deutlicher wurde, als 1629 in London die Todesraten dieser beiden Krankheiten separat aufgelistet wurden. Thomas Sydenham beschrieb die Krankheit als erster sehr deutlich und war bereits der Meinung, sie sei ansteckend. Es war dann allerdings Francis Home, ein schottischer Arzt, der in der Mitte des 18. Jahrhundert in Edinburgh arbeitete, der Masern als hochansteckend erkannte. Seine Bemühungen liefen darauf hinaus, Masern zu verhüten, und er benutzte 1758 eine ähnliche Art der Variolation, mit der Jenner einige Jahrzehnte später als „Vater der Impfungen" durch die Pockenimpfung in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Da Home nicht wissen konnte, dass Viren für die Krankheit verantwortlich sind, nahm er den Erkrankten auf dem Höhepunkt ihres Fiebers und des Ausschlages Blut ab. Er brachte dieses Blut 12 Kindern in den Körper ein, nach der gleichen Methode, derer sich später Jenner bediente. Zehn von diesen Kindern bekamen einen Ausschlag, zusammen mit Symptomen einer Erkrankung der oberen Atemwege. Diese Technik wurde unter dem Namen „Morbillisation" bekannt, aber sie gewann keine grossen Nachahmer.

Das ausführliche Wissen über diese Krankheit kam eigentlich eher unfreiwillig während einer Untersuchung bei einer Masernepidemie 1846 auf den Färöer-Inseln. Der junge dänische Arzt Peter Panum bestätigte nicht nur die grosse Ansteckung der Masern, er fand ebenfalls heraus, dass 14 Tage nach der Ansteckung der Ausschlag auftrat. Ausserdem
 bemerkte er, dass die Todesrate etwas mit dem Alter zu tun hatte, sowie dass eine einmal durchgemachte Krankheit einen lebenslangen Schutz verleiht. 1911 infizierten Gold-berger und Andersen zum ersten Mal Affen mit Masern. Damit bewiesen sie, dass es ein ansteckendes Agens gab. Dieser erste Tierversuch mit Affen ebnete den Weg, um an das Masernvirus zu gelangen.

Enders und Peebles isolierten im Jahr 1954 zum ersten Mal das Masernvirus in Nierengewebekulturen von Affen und Menschen. Sehr populär war damals der Edmonston-Stamm, der übrigens heute noch in vielen Ländern zur Anwendung kommt. Edmonston hiess der Jugendliche, von dem diese Masernviren stammten. Um den Impfstoff herzustellen, nahmen Enders und Peebles den Edmonston Stamm und führten ihn bei 35-36°C 24 mal durch Nierenzellen, 28 mal durch menschliches Embryohüllengewebe, bearbeiteten es sechsmal in Hühnerembryozellen und führten es dann in Hühnerembryozellen. Dieser attenuierte (abgeschwächte) Edmonston B-Impfstoff wurde im März 1963 in den USA zugelassen, zusammen mit einem anderen Edmonston B-Viren-Stamm, der in Hundenierenzel-len bearbeitet worden war.

Hier an dieser Stelle sei ein kleiner Gedankengang erlaubt: Dieses kleine Masernvirus wird zigmal durch - für uns Menschen - Fremdeiweiss geführt. Aus-ser Acht lassen dürfen wir auch nicht, dass Viren ständig mutieren, auch wenn sie attenuiert sind. So gesehen, dürfte das Masernvirus im Impfstoff letztendlich mit einem Wildmasernvirus nur noch den Namen gemeinsam haben. Und dieses Produkt, so versprechen uns die Hersteller vollmundig, soll uns allen Ernstes vor einer Masernerkrankung schützen.

Ein mit Formaldehyd und Aluminium gereinigter und inaktivierter Impfstoff, d. h. mit abgetöteten Masernviren, vom Ed-monston-Stamm ist ebenfalls 1963 in den USA zugelassen worden. Bis 1967 war er in den USA und Kanada im Handel. Er wurde abgesetzt, als man bemerkte, dass er keinen Schutz gab, bzw. viele Geimpfte an atypischen Masern erkrankten.

Das Krankheitsbild der Masern

Masern sind auf den ersten Blick bei unseren Kindern schwer zu erkennen. Erst treten Schnupfen, Husten, gerötete Augen und wenig Fieber zwischen dem 10. und 13. Krankheitstag auf. Vom 12. bis 14. Tag gibt es kleine weisse Pünktchen in der Wangenschleimhaut, die sogenannten Koplikschen Flecken. Danach, ab dem 14. Tag hohes Fieber und der erste Ausschlag macht sich bemerkbar. Er ist feinfleckig, zusammenfliessend und rot, und beginnt hinter den Ohren, von wo er sich dann über den Kopf, den Körper und die Gliedmassen ausbreitet. Die Kinder fühlen sich wirklich krank. Die Augen entzünden sich und die Kinder sind lichtempfindlich. Die Beschwerden klingen ca. 5 Tage nach Beginn des Ausschlages ab, der Husten bleibt meist noch länger bestehen. Die Haut beginnt sich dann langsam in feinen Schuppen zu lösen.

Die Inkubationszeit beträgt 10-11 Tage. Die Übertragbarkeit ist sehr hoch, sie erfolgt ab dem 9. Tag der Ansteckung bis zum 4. Tag nach Ausschlagsbeginn. Nach der Krankheit besteht eine lebenslange Immunität. An Masern erkrankte Kinder benötigen Bettruhe, ein nicht zu helles Zimmer und eine vorwiegend flüssige Kost. Bei Fieber und hochrotem Kopf empfehlen sich Fussbäder. Gegen den Husten werden warme Brustwickel gemacht, der Schnupfen löst sich durch Dämpfe. Entzündete Augen lindert man mit kalten Umschlägen. Das Kind muss wirklich 3 Tage fieberfrei sein, bevor es das Haus wieder verlassen kann.

Als Begleitkrankheiten, bzw. Komplikationen der Masern können Mittelohr-, Nebenhöhlen-, Lungenentzündung auftreten, Fieberkrämpfe, sowie Gehirnentzündung (Enzephalitis). Bei Komplikationen empfiehlt es sich unbedingt, einen guten Homöopathen hinzuzuziehen.

Eine chemische Fiebersenkung muss auf alle Fälle vermieden werden. Hier sei auf eine Erfahrung aus Afrika (Ghana) hingewiesen, wo die Sterblichkeit bei Masern während einer Epidemie ganz zurückging, nachdem einzig und allein auf fiebersenkende Mittel verzichtet wurde (Masernsterblichkeit und Therapie, Wit-senburg, Stuttgart 1975). Diese Daten müssten allen unseren Ärzten zugänglich gemacht werden, denn die Behandlung von schweren Masernverläufen spielt hier eine grosse Rolle.

Liest man impfbefürwortende Literatur, so gibt es horrende Angaben von Gehirnentzündungen (Enzephalitis) bei Masern. Je nach Buch und Autor schwanken die Angaben von 1:500 bis 1:1000 oder 2000 Erkrankten. Diese Zahlen sind nachweislich zu hoch angesetzt. Die angegebene Rate bezieht sich auf die Zahl der gemeldeten Masernfälle vor den sechziger Jahren. Damals aber hatten annähernd 100 % der Bevölkerung die Krankheit auch durchgemacht. Diese Zahlen entsprechen höchstens 10 % der tatsächlichen Masernfälle. Das heisst also, dass wir heute die Rate an Gehirnentzündungen um den Faktor 10 überschätzen. Würden von unseren Gesundheitsbehörden aber die tatsächlichen Zahlen von Gehirnentzündung veröffentlicht werden, so würden sie sich selber das Hauptmotiv für ihre Impfkampagne nehmen. Dr. Glöckler und Dr. Goebel sagen dazu, dass die Erfahrung aus der Praxis eine Berechnung von etwa 1:10'000 Masernerkrankungen ergibt, wahrscheinlich aber eher l :15'000 beträgt.

Differentialdiagnose
 Masern: zuerst Ausschlag an Mundschleimhaut (Kopliksche Flecken) dann Gesicht und Innenseite der Unterarme
Scharlach: Ausschlag beginnt im Nacken und oberen Brustbereich. 
In den ersten Tagen mit Finger über Flecken streichen: Es zeigt sich eine
flüchtige Blässe, bevor die Rötung zurückkehrt. Bei den anderen
ist dieses Symptom nicht so ausgeprägt.
Röteln: Ausschlag leichter, Flecken verlaufen nicht ineinander, er kommt schon am 1. oder 2. Krankheitstag.

Es ist allerdings nicht auszu-schliessen, dass die zur Routine gewordene Gabe fiebersenkender Mittel dazu beiträgt, die Zahl der Gehirnentzündungen
bei Viruserkrankungen zu erhöhen. Hierzu noch eine kleine Bemerkung am Rande: Eine Untersuchung in Bayern ergab, dass innerhalb von 11 Jahren die Abnahme der Masernhirnhautentzündungen als Folge der Impfungen durch die Zunahme von anderen Gehirnentzündungen weit mehr als ausgeglichen wurde, so dass die Gesamtzahl der gemeldeten Gehirnentzündungen leider zugenommen hat (Windorfer/Grüneweg, Bundesge-sundheitsblatt 3, S. 87, 1993).

Die Komplikationsrate bei den Masern ging lange vor Einführung der Impfungen in Mitteleuropa steil nach unten.

Um 1900 lag die Sterblichkeit bei Masern noch bei 1%, heute liegt sie bei 0,006 %. (Siehe Chart ,,Sterbefälle an Masern" ):

Als Beispiel wie schlimm Masern sind, wird den Eltern bei uns immer Afrika vor Augen gehalten. Dort sterben jährlich ca. 500'000 Kinder an Masern. Bedingt durch die dortige sozio-öko-nomische Situation, d.h. durch die Unterernährung und Tuberkuloseerkrankungen der Kinder kommt es zu so vielen Todesfällen. Bei unterernährten Kindern liegt die Sterblichkeit um mindestens das 400fache über der von Kindern in normalen sozialen Verhältnissen. Nightingale fand 1999 heraus, dass bei über 85 % der an Masernkomplikationen leidenden Kinder, der Ernährungszustand ungenügend ist.

Bei einer Kombination von Vitamin A-Mangel und Keratitis (Augenhornhautentzündung) kann es zu einem schweren Masernverlauf kommen, bis zur Erblindung des Patienten (Gilbert et al, O Epid ,1995). Bereits 1987 war man auf diese Problematik aufmerksam geworden, als Barclay mit seinen Mitarbeitern einen Artikel veröffentlichte, der sich mit Vitamin A und der Sterblichkeit bei Masern in Tansania befasste. Die Autoren stellten die Hypothese auf, Vitamin A sei für die richtige Funktion des Epithelgewebes entscheidend. Wenn es dem Körper an Vitamin A mangelt, so wird das Epithel der Schleimhäute schuppig und die Zellen werden zu langsam ersetzt. Das Masernvirus infiziert und greift das Epithelgewebe im ganzen Körper an und zerstört es. 1983 stellten Sommer und seine Kollegen eine erhöhte Sterblichkeit bei Kindern mit leichtem Vitamin A-Mangel fest. Frieden und seine Mitarbeiter veröffentlichten 1992 eine Arbeit, die belegte, dass Kinder mit niedrigem Vitamin A-Spiegel wahrscheinlicher Fieber mit bis zu 40 ° und höher bekamen, sie hatten 7 Tage und länger Fieber und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie hatten übrigens auch weniger hohe Antikörper gegen Masern.

Die Autoren rieten den Ärzten, an schweren Masern erkrankten Kindern unter 2 Jahren Vitamin A zu geben. Sie waren auch der Meinung, man sollte bei den anderen Infektionskrankheiten ebenfalls einen derartigen Zusammenhang suchen.

Die Masernimpfung und ihre Nebenwirkungen

Der Masernimpfstoff enthält vermehrungsfähige, abgeschwächte Masernviren, die auf befruchteten Hühnereiern oder menschlichen Krebszellen (HDC) gezüchtet wurden. Er enthält Hühnerei-weiss, Antibiotika, Humanalbumin, Phenolrot, Glutamat, Sorbitol, Dextran 70, Purine, Pyrimidine, Salze, Polysorbat 80, Cholesterin, Vitamine, Gelatine, Wasser.

Als Nebenwirkung der Masernimpfung können auftreten: Lokalreaktionen wie Schmerz, Rötung und Schwellung, subklinische bis leichte Masern, meist vom 5.-12. Tag nach der Impfung, Fieber, Fieberkrämpfe, Gehirnentzündung, SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) Guillain-Barre-Syndrom, Thombozytope-nie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Fast ausschliesslich alle Studien bezüglich Impfstoffsicherheit bei den Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln waren auf die Dauer von den ersten 3 Wochen nach der Impfung beschränkt. Als Grund für diese Massnahme wird angegeben, dass das Impfvirus sowieso nur in der zweiten Woche nach der Impfung im Blut erscheint. Zu einem späteren Zeitpunkt könne es dann, so die Logik der Impfstoffhersteller, nicht mehr zu einem Schaden durch die Impfung kommen. Ausser Betracht gelassen hat man hier allerdings, dass es sich bei der Masernimpfung um eine Lebendimpfung handelt. Die Viren überleben in der Regel die so genannte „Abschwächung" (Atte-nuierung) im Labor, ausserdem kommt es zu Mutationen. So sind also Schäden durch eine Lebendimpfung sehr wohl auch noch nach Monaten oder Jahren möglich. Die Geimpften können das Ma-sernimpfvirus bis zu zwei Wochen nach der Impfung ausscheiden, d.h. die Umgebung anstecken (Miller BMJ 1987).

Nicht unterschätzen darf man auch, dass sich in den Impfstoffen, besonders in den Lebendimpfstoffen, Verunreinigungen befinden. Verschiedene andere Erreger findet man dort, meist fremde Viren. Im Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff befinden sich regelmässig zwei Viren aus Hühnerzellkulturen. Diese können bei Vögeln Leukämie auslösen. Dr. Tsang vom CDC in Atlanta sagte 1999, dass ihre Bedeutung für den Menschen noch ungeklärt sei (J Virol, Juli 1999).

Fieberkrämpfe treten recht häufig nach einer Masernimpfung auf, jedoch gibt es diese ebenfalls bei Masernerkrankten. Sowohl die Diphtherie-Keuchhusten-Tetanus als auch die MMR-Impfung wurden mit einem erhöhten Risiko für zerebrale Krampfanfälle in Zusammenhang gebracht. W.E. Barlow und seine Mitarbeiter untersuchten anhand vorliegender Daten von über 600'000 Kindern diese Assoziation. Am Tag der DPT-Impfung, bzw. 8-17 Tage nach der MMR-Impfung konnte ein knapp sechs-bzw. dreifach erhöhtes Risiko für einen erstmaligen Fieberkrampf festgestellt werden. Dies entsprach dem Auftreten einer solchen Komplikation bei 6 bis 9, bzw. 25-34 unter lOO'OOO Kindern im angegebenen Zeitraum nach einer der beiden Impfungen. Zu anderen Zeiten konnte kein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe gesehen werden. Fieberunabhängige, zerebrale Anfälle traten nach den beiden Impfungen nicht gehäuft auf. Kinder mit einem Fieberkrampf nach der DPT- bzw. MMR-Impfung hatten gegenüber solchen mit einem impfunabhängigen Fieberkrampf kein erhöhtes Risiko für weitere Krämpfe, bzw. die Entstehung einer Epilepsieerkrankung oder von Defiziten in ihrer weiteren Sprach-, Verhaltens- und psychischen Entwicklung (NEJM 2001).

Bedingt durch die Herstellung (Hühnerembryozellen) und die Zusatzstoffe wie Neomycin und Gelatine, sind allergische Reaktionen und lebensbedrohliche allergische Schocks (Anaphylaxie) möglich. Das „Arzneitelegramm" berichtete 1996, dass es bei einem von 65'000 Geimpften zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen kommt. Eine Studie aus Afrika zeigt auf, dass Impfungen Allergien verstärken oder erzeugen können. Dort hatten Jugendliche, die als Kinder Masern durchgemacht hatten, später seltener Allergien als die Geimpften   (Shaheen, Lancet, 1996). Früher gab es Warnhinweise für Hühnereiweissallergi-ker. Heute wird diese Warnung ausdrücklich in den Wind geschlagen.

Ute Quast, Autorin des Buches „Impfreaktionen" beschreibt, dass es bei einem von 30'000-50'000 Maserngeimpften in den ersten 6 Wochen nach der Impfung zu einer thrombozytopenischen Purpura kommen kann. Das sind Blutungen durch eine Schädigung der Blutplättchen. Dies kann auch nach einer Masernerkrankung auftreten. Zu erkennen sind sie an Hautoder Schleimhautblutungen, im Extremfall kann es zu Hirnblutungen kommen. Vom 5. bis 12. Tag nach der Impfung kann es zu einer Beeinträchtigung der Kleinhirnfunktion kommen. Die Bewegungsabläufe sind gestört, d.h. es entsteht eine Unsicherheit beim Gehen oder Greifen, die in den meisten Fällen mehrere Tage anhält. Dr. Plesner hat in Dänemark mit seinen Kollgen eine Studie durchgeführt, nach der diese Ataxie (Gangunsicherheit) bei acht von lOO'OOO Masernoder MMR-Impfungen auftritt (Acta Pae-diatr 2000). Oftmals wird von einer Entzündung des Sehnervs berichtet, in einem Teil der Fälle mit bleibenden Sehstörungen (Stevenson, Er J Ophthalmol 1996). Aufsteigende Lähmungen bis hin zur Atemlähmung (GBS) und transverse Myelitis wurden insgesamt in 17 Fällen dem Institute of Medicine in den USA von 1979 bis 1992 gemeldet.

Gehirnentzündung

Eine Gehirnentzündung ist eine anerkannte Nebenwirkung der Impfung. Quast beschreibt hier als Zeitraum, wann sie typischerweise auftritt, den 9. bis 15. Tag nach der Impfung. In nur 5 Jahren (1991-96) wurden dem CDC in den USA 166 Fälle von Impfenzephalitis nach der Masernimpfung gemeldet. Ebenso wird vom CDC bleibender Hirnschaden nach der MMR-Impfimg anerkannt. In Forscherkreisen geht man von einer wesentlich höheren Enzephalitisrate nach der Masernimpfung aus, da es oft nicht zu schweren Symptomen kommt, und diese dann auch naturgemäss nicht gemeldet werden. Allerdings fand man in einer Untersuchung mit dem heute noch angewendeten Impfstamm „Schwarz" heraus, dass ein Enzephalitisrisiko von 1:17'650 besteht.

Demgegenüber spricht die STIKO (Ständige Impßcommission, Deutschland) davon, dass es durch die Impfung nur zu einer Gehirnentzündung im Verhältnis 1:1 Million kommen kann. Selbst die Forschungsstelle für Kinderheilkunde zweifelt diese Zahlen an. Doch solange Schäden durch die Impfung immer nur Tage oder wenige Wochen nach einer Impfung als solche anerkannt werden, wird man mit solchen Zahlen jonglieren dürfen. Tatsache ist allerdings, dass es in Kanada über acht Monate nach einer Masernimpfung zu einer Gehirnentzündung kam. Das Masernimpfvirus wurde im Hirngewebe gefunden (Bitum et al, Clin InfectDis, 1999).

SSPE

Die SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) ist eine sehr seltene, aber immer tödlich verlaufende Spätfolge von Masern. Sie führt, vereinfacht gesagt, zu einer Zerstörung des Gehirns. Zwischen der Infektion und dem Ausbruch der SSPE liegen im Schnitt ca. 7 Jahre. Sie kann dann entweder relativ rasch, d.h. innerhalb von wenigen Monaten zum Tode führen, in der Mehrzahl der Fälle verläuft sie jedoch progressiv über ca. l bis 3 Jahre, evtl. auch länger. Buben sind häufiger als Mädchen betroffen, warum, ist ungeklärt.

Vor allem Kinder sind gefährdet, die Masern mit anderen Viruserkrankungen zusammen haben. Das „Arzneitelegramm" berichtete 1990, dass die Masernimpfung auch eine SSPE hervorrufen kann, jedoch 20 mal seltener als eine Masernerkrankung. Ob diese Zahlen so stimmen, sei dahingestellt. In England jedenfalls gibt es 22 anerkannte SSPE-Fälle nach der Masernimpfung (Jabbour, J Am Med ASS 1972). Dort trat auch der erste SSPE-Fall nach einer Masernimpfung auf. Das Kind starb 18 Monate nach der Impfung (Schneck, Neurology, 1968).

Dr. Dyken beschreibt, dass die Häufigkeit der SSPE seit der Einführung der Masernimpfung zwar zurückging, der Anteil der SSPE als Impffolge steigt jedoch (Dyken et al, Pediatric Neurology 1989). In Österreich kam es anfangs 2001 zu zwei Fällen von SSPE bei einer 19-jährigen ungeimpften Frau und einem sechsjährigen geimpften Buben (Virus-epidem. Information, 19/01).

Dr. Hofmann - ebenfalls STIKO-Mit-glied - , schreibt in seinem Buch „Impfen" (5. Aufl.): „Die Abschwächung des Erregers während der Impfstoffherstel-lung ist im übrigen so perfekt, dass noch bei keinem Maserngeimpften SSPE beobachtet wurde." Vielleicht sollte man den Mitgliedern der STIKO raten, auch einmal andere Literatur, als nur immer die eigene zu lesen. Es gäbe etwas mehr Abwechslung beim langweiligen Zählen der deutschen masernkranken Kinder.

Dr. Hofmann rät sogar den Eltern von masernkranken Kindern, die Geschwister durch eine „passive Impfung" vor der Krankheit zu schützen. Hier muss man sich fragen, ob er die Realität aus den Augen verloren hat. Masern sind doch keine lebensbedrohliche Seuche, die unter allen Umständen verhindert werden muss.

Morbus Crohn und Autismus

In letzter Zeit liest man öfters in der Literatur über einen Zusammenhang zwischen Morbus Crohn - einer Autoimmunerkrankung des Darmes - und dem Masernvirus. Man weiss gesichert, dass Säuglinge, die in den ersten Lebenswochen Kontakt mit dem Masernvirus hatten, im späteren Leben einem erhöhten Risiko unterliegen, an Morbus Crohn zu erkranken (Ekbom et al, Archiv ges Virusforsch 1965).

Das heisst nichts anderes, als das wir unseren Kindern mit den vielen Lebendimpfungen, die in einem frühen Lebensalter verabreicht werden, keinen Gefallen tun, im Gegenteil. Seit August 2001 ist nun also auch noch das Impfalter für die MMR-Impfung in Deutschland und in der Schweiz gesenkt worden. Die österreichischen Sanitätsbehörden werden mit Sicherheit im März 2002 ihren Impfplan entsprechend anpassen. Damit erhöht sich jetzt wieder für diese Kinder die Gefahr, später an Morbus Crohn zu erkranken. Es gibt bereits diverse Studien, die einen Zusammenhang für möglich halten.

Dr. Andrew Wakefield, ein bekannter Kinderarzt am Royal Free Hospital in London, berichtete 1998 von 12 Kindern, die im zeitlichen Zusammenhang mit der MMR-Impfung chronisch entzündliche Darmerkrankungen erlitten, 11 von ihnen wurden ebenfalls autistisch. Wakefield veröffentlichte seine Daten im „Lancet", er nannte das Krankheitsbild "autistische Enterocolitis" (Darmkrankheit einhergehend mit Autismus).

Solche Fälle haben in allen Ländern nach Einführung der MMR-Impfung drastisch zugenommen. Die Häufigkeit von Autismus hat in den vergangenen Jahrzehnten in beunruhigender Weise zugenommen. So gibt es beispielsweise in England derzeit rund 100 Fälle pro

lOO'OOO Einwohnern, 1984 waren es noch weniger als 10. Da im gleichen Zeitraum die Impfungen erheblich ausgeweitet worden waren, nämlich von durchschnittlich 8 im Jahr 1980 auf derzeit 22, ergibt sich eine Korrelation zwischen der Zahl der verabreichten Impfungen und dem Anstieg von Autismus.

Autismus eine weltweite Epidemie

Autismus ist eine Krankheit, die in wenigen Worten nicht zu erklären ist, vor allem auch deshalb, weil sie sich in vielfältiger Form zeigen kann. Die Kinder hören auf zu sprechen, verlernen soziale Fähigkeiten und entwickeln extreme Verhaltensauffälligkeiten. Nachzulesen ist dieses Krankheitsbild im Buch von Harris Coulter, „Impfungen, der Grossangriff auf Gehirn und Seele". Er belegt ausführlich in seinem Buch, dass in den USA die DPT-Impfung diese Krankheit ausgelöst hat, mit Betonung auf Pertussis (Keuchhusten).

Autismus ist fast wie eine weltweite Epidemie, die seit Mitte der achtziger Jahre um das zwei- bis fünffache zugenommen hat, vor allem bei den zweijährigen. Das NVIC berichtet, dass allein in den USA monatlich über 50 Meldungen von neuen Fällen nach einer MMR-Impfung an die amerikanische Autismusgesellschaft gelangen.

Dr. Wakefield stellte in seinen Untersuchungen fest, dass es, bedingt durch die MMR-Impfung, zu Wechselwirkungen zwischen den Impfviren und dem Immunsystem kommt. In der Folge kommt es dann zu Nervenschäden und chronischen Entzündungen. Als Dr. Wakefield seine Untersuchungen veröffentlichte, hielten die Impfstoffhersteller erst einmal den Atem an. Doch schon bald kam es zu Gegenstudien. Vor allem H. Peltola (ein Finne, der massgeblich am Impfprogramm in Finnland beteiligt war und ist) und B. Taylor kamen mit neuen Studien. Ihre Arbeiten wurden jedoch wegen statistischer Fehler gerügt.

In England, wo es viele autistische Kinder gibt, ist es um die Impfmoral seit 1998 schlecht bestellt. Die Eltern haben verstanden, dass, solange niemand Dr. Wakefield das Gegenteil beweisen kann, ein Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gesehen werden muss. Siehe hierzu auch der Bericht von Lorraine Fräser auf Seite 28 dieser Ausgabe. Seit Dr. Wakefield am 6. Dezember 2001 entlassen worden ist, sind die englischen Zeitungen voll mit Presseberichten. Empörte Eltern schreiben Eeserbriefe und viele Ärzte geben Stellungnahmen zugunsten von Dr. Wakefield ab. Dr. Spitzer, ein kanadischer ehemaliger Professor und Epidemiologe der McGill Universität in Montreal, Kanada, der von den englischen Behörden gebeten worden war, die Wogen zu glätten, meinte nach einer achtzehnmonatigen Beschäftigung mit diesem Thema, er habe bis jetzt noch keine einzige Studie finden können, die sich mit der Sicherheit der MMR-Impfung be-fasst habe. Im Gegenteil, es bestände anhand der bis jetzt durchgeführten Forschungen eindeutig der Verdacht, dass das Masernimpfvirus etwas mit Autismus zu tun habe. (Daily Mail, Interview, 11.12.2001).

In der med. Literatur wird schon seit etlichen Jahrzehnten laut darüber diskutiert, dass durch das gleichzeitige Durchmachen von Virusinfektionen wie Masern, Mumps, Röteln und Windpocken in der frühen Kindheit eine Möglichkeit für das Entstehen von Autismus besteht. Früher gab es so gut wie keine Fälle von Autismus, da das gleichzeitige Durchmachen von mehreren Viruserkrankungen weniger als selten stattfand. Doch heute, durch die Kombinationsimpfungen mit Lebendviren findet dieser Vorgang praktisch in jedem geimpften Kind statt. Für diese Theorie spricht auch, dass man weiss, dass autistische Kinder mit einer krisenartigen Verschlechterung ihrer Beschwerden auf Lebendvirusimpfungen reagieren.

Wieso es nach der Masernimpfung zu Autismus kommt, haben evtl. Singh (1993) und Vijendra (1999) herausgefunden. Sie stellten fest, dass der Körper nach der Masernimpfung Antikörper gegen Myelin produziert. Myelin ist eine weisse, zähe, klebrige Masse, die sich als Schutzhülle um die Nerven legt. Antikörper gegen Myelin aber kommen bei autis-tischen Kindern sehr häufig zusammen mit Masernantikörpern vor. Zudem ist in den meisten Impfstoffen Myelin enthalten. Myelinantikörper finden sich zusammen mit Antikörpern gegen ein spezifisches Eiweiss aus den MMR-Impfstoffen bei mehr als jedem zweiten autistischen Kind.

Todesfälle wurden ebenfalls immer wieder nach der Masernimpfung beschrieben, sie sind gesicherte Nebenwirkungen in den USA und England. Aktive Nachforschungen zeigen, dass die Impfnebenwirkungen massiv unterschätzt werden, weil man, bedingt durch das lasche Meldesystem mit einem under-reporting selbst von schweren Nebenwirkungen von 80 % rechnen muss.

Personen die Masernantikörper im Blut haben, aber niemals selber Masern mit einem Hautausschlag durchgemacht haben, erkranken im späteren Leben eher an Autoimmunerkrankungen wie multipler Sklerose, an degenerativen Knochen-und Knorpelerkrankungen und an Haut-und Gebärmutterkrebs (Rönne, Lancet 1985). Russische Forscher haben belegt, dass der Masernimpfstoff, wenn er kurz nach anderen Lebendimpfungen verabreicht wird, bei Mäusen zu Chromosomenveränderungen führen kann (Cherke-ziia, Vopr Virusol 1979). Dazu wurden nie weitere Untersuchungen begonnen.

In den USA liegen allein aus den Jahren 1990 bis 2000 mehr als 40'000 Meldungen von Nebenwirkungen nach der MMR-Impfung vor. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei lediglich um ca. 5 % der gemeldeten Fälle handelt, kann man

das wahre Ausmass erst richtig abschätzen. Es wird häufig in der med. Literatur über Komplikationen nach der MMR-Impfung berichtet, doch seltsamerweise werden schwere Nebenwirkungen selten auf die Impfung zurückgeführt, während jede kleinste Komplikation bei Krankheiten immer den Krankheiten selber angelastet werden. Bei MMR-Impfneben-wirkungen sind in den meisten Fällen Mädchen betroffen. Warum das so ist, ist noch ungeklärt.

Heute wird von medizinischer Seite immer wieder betont, dass Kinder eine zweimalige Impfung benötigen, damit der „Schutz" vollständig sei. Vor allem wird den Eltern auch angeraten, bereits erkrankte Kinder noch zu impfen. Der Hersteller Sero-Merieux sagt dazu: „Die Impfung von Personen, die schon gegen ein oder mehrere Antigene immun sind (durch Impfung oder Infektion) führt zu keinem erhöhten Risiko für Impfnebenwirkungen." Prim. i.R. DDr. Ernst Huber aus Salzburg (A) meint: „Die Impfung eines Kindes mit positivem Antikörper-Nachweis ist medizinisch kein Problem." (ÄW, 18.6.97). Diese Empfehlung muss mit Skepsis angesehen werden, da keineswegs gesichert ist, ob eine Impfung bei bereits vorhandenen Antikörpern unschädlich ist. In den USA ist man vorsichtig geworden und verlangt von höchst offizieller Seite hierzu mehr Forschung und Sicherheit (MMWR 1999).

Atypische Masern

Schon bald nach Einführung der Impfung in den USA kamen die ersten Berichte von atypischen Masern auf. Atypische Masern sind Masern bei einem gegen Masern geimpften Kind. Jedoch äus-sert sich die Krankheit anders als bei den normal verlaufenden Masern. Normalerweise fängt der Ausschlag hinter den Ohren an und wandert von dort über den gesamten Körper. Richtige Masern verlaufen nach der Hering'schen Regel: Von oben nach unten und von innen nach aussen.

Bei den atypischen Masern spielt sich das anders ab. Die Kinder bekommen meist einen petechialen Ausschlag (kleine punktförmige Kapillarblutungen), der zuerst an den Extremitäten, also an Handflächen und Füssen auftritt, dann am ganzen Körper. Der Ausschlag kommt nicht richtig zum „blühen" und meist schlägt er wieder zurück nach innen. Bei vielen Kindern kommt es zu einer Lungenentzündung. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Körper deswegen so anders reagiert, weil es durch die Impfung zu einem Ungleichgewicht zwischen dem zellulären und dem humoralen Immunsystem gekommen sei.

Zur Masernimpfung wird von unseren Impfbefürwortern auch während der Schwangerschaft, bzw. Stillzeit nicht abgeraten. Dazu Dr. Schmitt „Grundsätzlich kann in der Schwangerschaft jeder Impfstoff dann gegeben werden, wenn das Risiko durch eine impfpräventable Krankheit höher ist als das Risiko, das durch die Impfung für Mutter und Kind besteht." Im Gegensatz dazu steht allerdings im Beipackzettel z.B. vom Pasteur Merieux Masernimpfstoff: „Eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen und für 3 Monate nach der Impfung verhindert werden."

Ebenso meint Dr. Schmitt, dass während der Stillzeit sowohl der Säugling als auch die Mutter jede Impfung „ohne Bedenken" erhalten können (Schmitt, Schutzimpfungen 2000). Im Beipackzettel dagegen lesen wir, dass „ausreichende Erfahrungen über die Anwendung während der Stillzeit nicht vorliegen." Eigentlich sollte man von einem „Impfexperten", wie Dr. Schmitt gerne genannt wird, etwas mehr Sachkenntnis erwarten. Immerhin ist er doch Präsident der STI-KO in Berlin. Oder befürchtet er, die Impfmoral würde noch tiefer sinken, wenn er allzu offen die Wahrheit ausspricht?

Wie wirksam ist die Impfung?

Den Eltern im deutschsprachigen Raum werden immer wieder die USA und Finnland als nachahmenswertes Beispiel vor Augen geführt. Dort sind ja scheinbar dank unermüdlicher Impfkampagnen die meisten Infektionskrankheiten ausgerottet worden. Wenn man sich allerdings etwas näher mit dem Thema be-fasst, sieht man die Dinge in einem anderen Licht.

Nach Meinung unserer medizinischen Wissenschaftler müssten mindestens 92 bis 95 % der Bevölkerung eines Landes geimpft sein, damit die Krankheit nicht mehr auftreten kann. Nun sind in den USA aber über 98 % der Bevölkerung geimpft, und trotzdem treten dort Masernepidemien in einem Abstand von 3 bis 4 Jahren auf, so wie in anderen Ländern auch. Hier an dieser Stelle heisst es dann immer, dies seien alles Fälle, die von aus-sen eingeschleppt worden sind. Im Land selber existiert das Masernwildvirus nicht mehr. Angenommen, das würde stimmen. Wieso gibt es dann trotzdem Epidemien? Wenn 98 % geimpft sind, können doch höchstens 2 % erkranken! Oder erkranken hier etwa Geimpfte?! Ein Land wie die USA dürften doch keine Angst vor Einschleppung dieser Krankheiten haben, wenn die Impfung auch wirklich schützen würde. Dies ist jedoch nicht der Fall. Darüber kann alles Schönreden nicht hinwegtäuschen.

Dr. Redd et al schreiben in „ Vacci-nes" (B.Auß.), dass in amerikanischen Vorschulen bei Masernausbrüchen 50 bis 75 % der Schüler erkranken. Die meisten seien ungeimpft, heisst es. Gleichzeitig sagen sie allerdings, dass ohne die entsprechenden Impfungen die Kinder den Kindergarten oder die Vorschule gar nicht besuchen dürfen. An einer anderen Stelle schreiben sie, dass in vielen gros-sen Ausbrüchen von Masern in Schulen mehr als 95 % der Kinder rechtmässig geimpft seien (Seite 247). In den USA stieg die Sterblichkeit durch Masern nach Beginn der Massenimpfungen um das zehnfache an (NVIC 1991). In einem Bericht des Kanadischen Gesundheitsamtes steht, dass grosse Masernausbrüche in Kanada, Mexiko, Mittelamerika und den USA zwischen 1989 und 1991 auftraten, ungehindert des Durchimpfungsgrades. Speziell die Epidemie in den USA war Teil einer weltweiten Masernepidemie.

In Kanada besteht eine Durchimpftingsrate von 95 % und trotzdem treten dort Masern kontinuierlich auf, selbstverständlich unter den Geimpften, was die Behörden aber nicht davon abhält, von der hohen Wirksamkeit des Impfstoffes zu reden. Mitte der achtziger Jahre gab es auf Kuba mehrere Masernausbrüche. Nach Angaben der Behörden erkrankten fast ausschliesslich Kinder, die bereits einmal geimpft worden waren.

Bereits 1975 erschienen die ersten Berichte über die Unwirksamkeit der Impfung. Rand beschrieb 1975, nicht nur, dass die Zahl der Masernfälle in der ersten Hälfte 1975 sechsmal so hoch gewesen sei wie im selben Zeitraum 1974, sondern es bekämen auch immer mehr Erwachsene Masern. Doch die Behörden blieben weiterhin optimistisch. Sie kündigten sogar an, dass die USA bis zum l. Oktober 1981 masernfrei sein werde. Der Termin ist dann einige Male nach hinten verschoben worden. Im Moment ist das Jahr 2002 das nächste Stichdatum.

Damals war bereits ersichtlich, dass jetzt vermehrt Säuglinge, Jugendliche und Erwachsene an Masern erkrankten. Ren-man zeigte 1979 auf, dass vor Einführung der Impfungen 90 % der Masernpatienten zwischen 5 und 9 Jahre alt waren, jetzt jedoch seien zwischen 55 und 64 % älter als 10 Jahre. An der Universität in Los Angeles war das Durchschnittsalter bei einer dortigen Epidemie zwischen 20 und 24 Jahre. Ironischerweise fand man bei 91 % der Studenten Masernantikörper in hoher Zahl, d.h. sie hätten nach den Regeln der medizinischen Wissenschaft niemals an Masern erkranken dürfen. Als man daraufhin die Jugendlichen nochmals impfte, ergaben sich viel höhere Nebenwirkungen als bei Kleinkindern. Als offiziellen Grund gab man an, die Lagerung des Impfstoffes sei „ungeeignet" gewesen.

Hier fällt als Augenmerk das späte Alter der Erkrankten auf. Man denkt hier automatisch, dass die Impfung doch schützen müsse, denn sie verschiebt die Krankheit ja in ein späteres Lebensalter. Dem ist aber nicht so. Dr. J. Grätz sagt

Gäbe es nicht die Erkrankungen an Wildmasern, wäre der Schutz der Geimpften schon heute wesentlich schlechter. Wenn es die Masern in der Bevölkerung nicht gäbe, bestünde erst wirklich die Gefahr grosser Masernepidemien. Denn es ist folgender Umstand viel zu wenig bekannt:

Fast jeder, der mit Masern in Berührung kommt, erwirbt einen lebenslangen Schutz, selbst der gegen Masern geimpfte. Ähnliches gilt für die Röteln oder den Mumps bzw. die Windpocken.

Dr. med. Karl-Reinhard Kummer

hierzu: „Das bedeutet nicht, dass die einzelne Impfung die entsprechende Krankheit verschiebt und diese eine immunisierende Wirkung hätte. Vielmehr wird der Gesamtorganismus nachhaltig geschwächt und reaktionsunfähig gemacht, so dass er nicht einmal die Kraft aufbringt, mittels Kinderkrankheit einen besseren Interimszustand zu schaffen. " (Sind Impfungen sinnvoll? Hirthammer Verlag, 5. Auß, Seite 42).

1985 trat an der High School in Hobbs, New Mexico, eine Masernepidemie auf, wobei 98 % der Schüler kurz vor dem Ausbruch geimpft worden waren (MMWR 1.2.85). In Neuseeland kam es von 1984 bis 85 zu einer Epidemie. Dabei waren 34 % Geimpfte, 9 % Status unbekannt, und 67 % Ungeimpfte. Allerdings

waren von den 67 % die meisten Kinder unter einem Jahr alt, d.h. sie konnten gar nicht geimpft sein. Gustafson beschreibt einen Ausbruch in England von 1987 in einer Schule, in der sich mehr als 99 % Geimpfte befanden.

Man war sich dieses Problems von offizieller Seite sehr wohl bewusst. So veröffentlichten Black und seine Mitarbeiter 1984 eine Studie, in der sie auf das Dilemma von mehrmals Geimpften eingingen, die dann schlussendlich doch erkrankten. Sie belegten, das auch zweimal gegen Masern geimpfte Kinder noch erkranken können. Sie schrieben: „Diesen Status, bei dem ein Kind immunologisch sensibilisiert ist, doch nicht immun gegenüber Ansteckung ist, wollen wir „inadäquate Immunität" nennen. " Ob dieses neue Wort die Kinder wohl immuner gemacht hat? Hier wurde zum ersten Mal ein anderes Problem angeschnitten, dass vermehrt auftrat. Jetzt plötzlich gab es also ganze Generationen von jungen Frauen mit der sogenannten „inadäquaten Immunität", die nicht in der Lage waren, Antikörper gegen Masern während der Schwangerschaft auf das Kind zu übertragen.

Was passiert, wenn die Mütter diesen Schutz nicht mehr an die Kinder weitergeben können, hatte man in Neuseeland erleben können: Kinder erkranken in einem Alter, in dem sie normalerweise durch die Antikörper der Mütter geschützt werden.

An der Wirksamkeit der Masernimpfung wird von offizieller Seite keineswegs gezweifelt, doch immerhin gibt man zu, dass die Immunität nach einer echten Erkrankung lebenslang anhält, beziehungsweise dass die Antikörper nach einer Impfung „schwächer" seien. Die Geimpften brauchten, so heisst es aus den USA, eine gelegentliche Auffrischung, sei es durch eine Impfung oder durch das noch zirkulierende Wildvirus. Das heisst doch nichts anderes, als das die Unge-impften die Geimpften schützen!

Wenn die Impfung allein für den Rückgang der Krankheit verantwortlich zu machen ist - was erwiesenermassen nicht der Fall ist - wieso erkranken dann die Ungeimpften auch weniger? Masern als Seuche hat eindeutig in unseren Breitengraden ihren Schrecken verloren, lange bevor die ersten Impfungen überhaupt einsetzten. Die österreichischen Sanitätsbehörden verbreiten, was die Häufigkeit und Gefährlichkeit der Masern in der Alpenrepublik angeht, regelmässig Panik in der Bevölkerung. Wenn man aber die offiziellen Zahlen kennt, kann man dieses Vorgehen nicht ganz begreifen. Sind doch im Jahr 2000 ganze 27 an Masern erkrankte registriert worden. Zu allem Übel waren auch noch 10 Geimpfte darunter, 12 Ungeimpfte und 3 mit Status unbekannt (Virusepid. Info. 15/01).

Die Krankheit ausrotten?

Gambia ist das einzige Land, in welchem die Masern für ausgerottet erklärt wurden, nachdem 1967 durch eine intensive Impfkampagne 96 % der Bevölkerung durchgeimpft waren. Bereits 1972 traten jedoch die Masern wieder auf, aber jetzt mit höheren Komplikationen und Sterblichkeitsraten (P. Williams, Reviews ofInfektion Des 1983).

Finnland wird uns impfmüden Resteuropäern immer als erstrebenswertes Ziel vor Augen gehalten. Dort sind die Kinder vom kleinsten bis zum grössten gegen alles geimpft, was die Pharma je erfunden und produziert hat. So auch bei den Masern. Die richtigen Zahlen aber präsentieren sich etwas anders. Zum Beispiel kam es bei einer Masernepidemie unter geimpften Schulkindern in Finnland zu besonders hohen Raten unter den mehrfach geimpften. In einem dieser Fälle wurden 22 Kinder während einer Schülerversammlung in einer „schlecht belüfteten Halle ohne Tageslicht" von einem einzigen Erkrankten angesteckt (Paunio, Am J Epidemiol 1998). Die Autoren sind der Meinung, dass es bei intensivem Kontakt zu „astronomischen Ansteckungsraten" kommen kann, wobei Geimpfte in gleichem Masse und Schwere wie Ungeimpfte erkranken.

Und was noch viel wichtiger ist, das wichtigste Ziel, nämlich die Eliminierung, bzw. der Rückgang von Gehirnentzündungen, fand in Finnland nicht statt. Die Fälle von Enzephalitis anderer Ursache stiegen in dem Masse an, wie die Masern-Enzephalitis zurückging. Heute sind die Erreger Viren des Atemtraktes und des Verdauungssystems. Sie haben sozusagen den leeren Raum gefüllt, den das Masernvirus hinterlassen hat. Was wieder einmal beweist, dass nicht der Erreger massgebend ist, sondern sein Umfeld.

In unseren Breitengraden besteht ein jahrhundertealtes Gleichgewicht zwischen Viren und Menschen. Wir können mit den Viren und den sie verursachenden Krankheiten umgehen. Verlernt aber unser Körper das, so kann das zu fatalen Folgen führen. So auch bei kommunen Krankheiten wie Masern. Sollten wir es mit künstlichen Mitteln wie dem Impfen schaffen, die Masern für etliche Zeit aus unseren Ländern zu vertreiben, sie aber dann eines Tages doch den Weg zurückfinden, so würde das für uns katastrophal enden.

Auf den Färöer-Inseln brach 1846 eine Masernepidemie aus. Der dänische Arzt Dr. Ludwig Panum beschrieb damals als erster eine Masernepidemie. Die letzten Masern hatte es auf den Inseln im Jahre 1781 gegeben. Am 28.3.1846 wurden sie aber wieder durch einen dänischen Tischler eingeschleppt. Er hatte sich in Dänemark angesteckt, bekam dann auf den Inseln in der Stadt Tors-hawn die Masern und erholte sich schnell wieder. Die armen Inselbewohner reagierten viel stärker als er selber. Von einer Bevölkerung von 7782 Einwohnern erkrankten ganze 6000, 200 starben. Von 98 alten Menschen, die die Masern noch 1781 durchgemacht hatten, erkrankte keiner (Panum, Virschow Archiv, 1847).

Als die Masern das erste Mal auf den Fidschi-Inseln auftraten, starb mehr als 1/4 der Bevölkerung daran (40'000 Menschen). Durch wieder neue eingeschleppte Masern ereigneten sich ebenfalls Epidemien in Grönland, Kanada, und New Guinea, die Sterblichkeit lag dort bei rund 25 %.

Erfundene Masernepidemie in Holland

Im Frühling letzten Jahres geisterten sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland Meldungen von einer gros-sen Masernepidemie in Holland durch die Presse. Da es in Holland - Gott sei es gedankt - eine religiöse Gruppe von orthodoxen Calvinisten gibt, die Impfungen aus religiösen Gründen verweigern, kann man sie für die Ausbrüche von allen möglichen Krankheiten verantwortlich machen. So bereits geschehen bei angeblichen diversen Polioausbrüchen. Diesmal also musste diese Menschengruppe für die Masernepidemie gerade stehen.

Erstaunlicherweise erschienen im Abstand von mehreren Wochen fast in sämtlichen grösseren Tageszeitungen der Schweiz exakt identische Artikel mit dem Titel: „Masernepidemie mit tödlichen

Folgen". In den Berichten stand, 2961 Personen, vorwiegend im Alter von 1-9 Jahren seien in einem Zeitraum von 10 Monaten an Masern erkrankt. Jede sechste betroffene Person erlitt teils schwere Komplikationen und drei Kinder im Alter von 2, 3, und 17 Jahren starben infolge der Maserninfektion.

Nachdem wir in Holland selber Nachforschungen anstellten, stellten wir zu unserem grossen Erstaunen fest, dass auf der Homepage der holländischen Gesundheitsbehörden von einer Epidemie nie die Rede war. Es gab in den letzten Jahren pro Jahr zwischen l'000 und 3'000 Masernkranke in Holland, was bei einer Bevölkerung von etwa 15 Millionen nichts aussergewöhnliches darstellt. Seltsamerweise berichteten auch weder die Schweizer noch die deutschen Gesundheitsbehörden ihrerseits etwas über diese Epidemie. Als wir dann zusätzlich noch holländische Ärzte befragten, war unser Erstaunen komplett.

Eine Ärztin, die in dem sogenannten „Bible-Belt" ihre Praxis hat, erzählte, sie habe etliche masernkranke Kinder behandelt, aber keines mit Komplikationen. Ein Homöopath erzählte von 34 Fällen in der Praxis, wobei er nur ein Kind mit einem Mittel behandeln musste. Über die drei Todesfälle haben wir folgendes erfahren: Ein dreijähriges Mädchen starb. Ein Familienmitglied erzählte, sie hätte ein schweres Nierenleiden gehabt und war schon etliche Male deswegen hospitalisiert gewesen. Sie bekam erst die Grippe und dann noch die Masern. Das alles war zuviel für den kleinen, bereits stark geschwächten Körper und das Kind starb daran. Offizielle Todesursache: Tod durch Masern. Das zweite Mädchen war zweieinhalb Jahre alt und hatte schon zwei Herzoperationen hinter sich und bekam im Anschluss die Masern. Von einem Arzt, der am Wohnort des Kindes seine Praxis hat, erführen wir die Krankengeschichte. Offizielle Todesursache: Tod durch Masern. Beim dritten Todesfall handelte es sich um einen 17-jährigen Jungen, der eine Komplikation erlitt, die nicht typisch für Masern ist. Er bekam ein sogenanntes adult respiratory distress syndrom, d.h. Atemnotsyndrom. Offizielle Todesursache: Tod durch Masern. Diese Vorgeschichten zu den Erkrankungen sind telefonisch von der Meldeabteilung des holländischen Gesundheitsamtes bestätigt worden.

Dass es sich bei diesen Todesfällen keineswegs um normal gesunde Kinder gehandelt hatte, verschwieg man wohlweislich der Bevölkerung. Bereits 1988 hatte es zwei Todesfälle nach Masern in Holland gegeben. Auch damals wurde der Öffentlichkeit verschwiegen, dass ein Kind ein chronisch ernsthaftes Lungenleiden hatte, und das andere ein Kind mit Down Syndrom war.

Offiziell sind in Holland 86 % der Bevölkerung geimpft. Die orthodoxen Cal-vinisten machen etwa 2 % der Bevölkerung aus. Aber diese Menschen leben in eigenen Gemeinschaften mit eigenen Kirchen und Schulen. Und die Masern suchen seltsamerweise nicht nur sie heim, sondern auch die bestens durchgeimpfte Restbevölkerung.

Die Behörden geben zu, dass trotz hoher Impfrate alle 5-7 Jahre seit Einführung der Impfung Masernepidemien auftreten. So geschehen 1976 (dem Jahr der Einführung der Masernimpfung!), 1983, 1987-88, 1992-1994 und 1999-2000. Diese Epidemie, die in Wahrheit keine war, nehmen unsere Medien zum Anlass, um wieder einmal an die Masernimpfmüdig-keit zu erinnern. So erzählte man uns Schweizern in diversen Ausgaben von Elternzeitschriften, dass die Schweiz eine Maserninsel sei. Die umliegenden Nachbarländer seien alle bestens durchgeimpft gegen Masern, nur wir seien ein Schlusslicht in der Kette. Ein bekannter Kinderarzt aus der Zentralschweiz - mit Ambitionen auf die Impfkommission - fabulierte gar über eine ähnliche Epidemie in der Innerschweiz mit zig Todesfällen. Dann erfuhren wir erstaunten Schweizer, dass man in Deutschland der Bevölkerung auch weiszumachen versuchte, sie befänden sich auf einer Maserninsel. Die Österreicher gesellten sich etwas später auch dazu! Willkommen auf der Insel! Sie wird ja scheinbar immer grösser! Es würde uns nicht erstaunen, wenn man auch den Holländern erzählen würde, sie befänden sich auf einer Maserninsel, denn irgendwie muss man sich ja etwas einfal-len lassen, um die Impfraten zu erhöhen.

Warum nehmen die Masern ab?

In der Dritten Welt gibt es scheinbar seit 1990 Durchimpfungsraten von über 80 %. Es wäre wichtiger, in diesen Ländern etwas gegen den Hunger zu unternehmen, Brunnen zu graben und Kriege zu beenden. Dann wären Infektionskrankheiten, so wie bei uns, nicht mehr nennenswert. Als bei uns in Mitteleuropa Hunger und Krieg herrschten, sind auch hier die Menschen noch reihenweise an Masern gestorben.

1996 kam die WHO, dank Einflüsterungen von den Pharmafirmen auf die grandiose Idee, die Masern weltweit auszurotten. Seitdem wird sie von fast allen Regierungen der Welt in ihrem Bestreben unterstützt. In Deutschland ist seit dem 1.1.2001 das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft (wir berichteten ausführlich darüber in Impuls Nr. 6). Es sieht unter anderem vor, in Fällen von Epidemien Zwangsimpfüngen gegen Masern durchzuführen. Die Grundlage dazu bietet ein

impfenmasern20020301.jpg
Mehr als deutlich zeigt diese Graphik, dass die Todesfälle lange vor Einführung der Masern-Impfung am Abnehmen waren. Nach Einführung der Impfung wurde dieser Abwärtstrend sogar unterbrochen und die Zahl der Todesfälle stieg wieder an.

Meldesystem von Masern. Sie wird ergänzt durch ein Meldesystem der „Arbeitsgemeinschaft Masern" (siehe Impuls Nr. 5). Als Paten für diese „Arbeitsgemeinschaft Masern" AGM, standen die drei grossen Impfstoffhersteller SmithKli-ne Beecham, Pasteur Merieux MSD und Chiron Behring gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut und dem Deutschen Grünen Kreuz (DGK). Von Unabhängigkeit unserer Behörden kann hier wohl nicht mehr viel die Rede sein.

Dr. Redd sagte aus, dass das Masernvirus einen evolutionären Drift in den letzten 40 Jahren vollzogen hat, so dass es bedingt dadurch nicht mehr zu den schlimmen Epidemien der letzten Jahrhunderte kommen kann (Vaccines, 3rd, Edit, S. 225). Eine andere Erklärung, warum Masern, auch ohne die Masernimpfungen verschwinden, könnte folgender sein: Masern sind eigentlich von Natur aus - so wie alle Kinderkrankheiten - dazu gedacht, den Körper unserer Kinder von Veranlagungen, Neigungen, ja Fremdstoffen zu reinigen, so dass er dank der Krankheit ein gesundes Erwachsenenleben führen kann. Diese Krankheiten sind jahrhundertelang meist im Vorschulalter aufgetreten. Früher sind die Menschen noch natürlich aufgewachsen, ohne allzu grosse Manipulationen an ihrem Organismus. Heute sieht das völlig anders aus. Kaum hat das kleine Wesen das Licht dieser Welt erblickt, so wird es mit einer Vitamin K-Gabe beglückt. Vor noch nicht allzu langer Zeit kamen zur Begrüssung auch noch die Silbernitrattropfen in die Augen, sowie eine Tbc-Impfung dazu. Verlief die Geburt normal, kommt das kleine Lebewesen noch recht glimpflich davon. Ansonsten gab es auch hier schon Medikamente. Von der Schwangerschaft mit ihren modernen

Segnungen der Voruntersuchungen und Medikamente reden wir an dieser Stelle lieber nicht!

Mit nur wenigen Wochen nun kommen bereits die ersten Impfungen. Der Organismus eines solchen Kindes kann sich doch gar nicht mehr in seiner von der Natur gedachten Normalität entwickeln. Er ist regelrecht blockiert. Das ist auch der Kerninhalt von Dr. Grätz seiner Aussage, warum sich eine Krankheit durch die Impfung in das Erwachsenenleben verschiebt. Wir sollten nicht gegen, sondern mit der Natur arbeiten. Nur so werden wir gesunde Kinder und aus ihnen resultierend, dann zukünftige gesunde Generationen erhalten.

Nutzen Masern unseren Kindern?

Noch unsere Mütter und Grossmütter wussten nur Gutes von den einmal durchgemachten Masern zu berichten. Erfuhr man von einem masernkranken Kind, so wurde das eigene Kind zwecks Ansteckung flugs auf Besuch geschickt. In Indien nennt man Masern „den Besuch einer Göttin". Seltsamerweise steigt heute in Medizinerkreisen mit abnehmender Häufigkeit und Komplikationen bei Masern, die Angst vor dieser Krankheit. Der Volksmund weiss zu berichten, dass durchgemachte Kinderkrankheiten wie die Masern, sich positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirken.

Doch halten solche „Weisheiten" auch modernen Untersuchungen stand? In der anthroposophischen Medizin heisst es, dass die klassischen Kinderkrankheiten zu tiefgreifenden Veränderungen im Körper führen. Es findet nämlich eine eigentliche Umschmelzung vom körpereigenen Eiweiss statt. Dies erkennt man am hohen Fieber und am Hautausschlag. Kinderkrankheiten führen in besonderem Masse zur Entwicklung und zur Reifung des Immunsystems. Dr. W. Bühler und Dr. O. Wolff, zwei anthroposophische Ärzte, schreiben dazu: „Eltern, die mit wacher Aufmerksamkeit die Entwicklung ihrer Kinder verfolgen, machen die Erfahrung, dass eine Kinderkrankheit, - wenn sie in rechter Weise überstanden wurde - sich segensreich auswirkt. Am deutlichsten kann man das bei den Masern beobachten. Kräftig auftretende Masern führen zu einer Art von Aufquellung der Haut und der Schleimhäute. Das führt zu Schnupfen, Bindehautentzündung, Husten mit Schleimabsonderung, vor allem aber zu einer Aufweichung der Gesichtszüge, die Konturen werden unscharf, was oft zu einer grotesken Veränderung der Gesichtsformen führt. Dann aber, nach zwei oder drei Tagen, gehen alle Schwellungen zurück, das Fieber und alle katharralisehen Erscheinungen an Augen, Nase und Bronchien lassen nach. Langsam, aber immer deutlicher kommt dann ein neuer, oft fremder Gesichtsausdruck zur Erscheinung und nach einiger Zeit fällt aufmerksamen Eltern auf, dass vielleicht sogar die bisherige Ähnlichkeit des Kindes mit Vater oder Mutter abgenommen hat, dass ein neues, individuelleres Gesicht entstanden ist. Auch sonst zeigt sich oft eine Veränderung im Kinde. Eigenarten oder Schwierigkeiten im Wesen, die bisher zu bemerken waren, treten zurück. Das Kind ist offensichtlich in ein neues Entwicklungsstadium eingetreten." (Kinderkrankheiten haben einen Sinn, Soziale Hygiene, Merkblatt 114).

Viele Eltern wissen über grosse Entwicklungsschritte zu berichten, welche die Kinder während ihrer Masern machten. Vor allem veranlagte Krankheitsneigungen, so z.B. Atemwegsinfektionen, heilten dabei oftmals ab. Chronische Erkrankungen klingen auch oft nach durchgemachten Masern ab, so z.B. Schuppenflechte oder das nephrotische Syndrom, eine chronische Nierenerkrakung (Cha-kravati 1986). Bis in die sechziger Jahre wurden in der Kinderklinik in Basel, Kinder mit dem nephrotischem Syndrom künstlich mit Masern infiziert.

Anhand von modernen Untersuchungen erkennt man, dass Kinderkrankheiten auf längere Sicht geradezu eine gesundende Wirkung haben können. Heute weiss man auch, dass jedes hohe Fieber, vor allem im Kindesalter, sich dahingehend positiv auswirkt, dass dieses Kind im späteren Leben vermutlich nicht an Krebs erkranken wird. Bereits 1910 veröffentlichte der damalige Leiter der chirurgischen Uniklinik in Wien, Dr. R. Schmidt eine Studie, in der er nachwies, dass die meisten seiner Krebskranken als Kinder keine, bzw. wenig fieberhafte Infektionskrankheiten durchgemacht hatten. Seither gibt es viele Wissenschaftler, die mit ihren Untersuchungen diese Aussage bestätigen.

Infektanfällige Kinder sind nach durchgestandenen Masern gesünder und robuster (Kummer, Merkurstab 1992). In der Dritten Welt gibt es nach Masern bei den Kindern weniger Malaria und Parasitenbefall (Rooth, Am J Trop Med Hyg 1992). Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, sinkt auf weniger als die Hälfte ab (Albonico, Med Hyphoteses 1998). Auch multiple Sklerose ist bei Menschen mit durchgemachten Masern viel niedriger (Kesselring, Schweiz. Med. Wochenschrift 1990). In einer grossen afrikanischen Studie wurde gezeigt, dass Kinder nach überstandenen Masern im späteren Leben ein um die Hälfte niedrigeres Risiko für allergische Krankheiten haben als Geimpfte (Shaheen, Lancet, 1996).

Ausserdem fand man heraus, das Heuschnupfen bei Kindern, die ältere Ge schwister haben und Masern durchgemacht haben, seltener ist als bei denen, die gegen Masern geimpft wurden (Lewis, Clin Exp Allergy 1998). 1985 erschien in der Zeitschrift Lancet die Studie: „Masern-Virusinfektion ohne Ausschlag in der Kindheit steht im Zusammenhang mit Erkrankungen im Erwachsenenalter". Als Ergebnis dieser breit angelegten Studie ergab sich, dass der Autor belegen konnte, dass eine durchgemachte Masernerkrankung vor dem Auftreten verschiedener anderer Erkrankungen schützen könne. Er zeigte ganz klar auf, dass zum Schutz nicht nur erhöhte Antikörper zählen, sondern vor allem das Auftreten des typischen Masernausschlages. Es zeigte sich, dass die durchgemachten Masern vor allem vor Erkrankungen des Immunsystems, der Haut-und Hautanhangsgebilde, sowie vor degenerativen Knorpel- und Knochen- sowie Tumorerkrankungen in der Lage sind zu schützen (Rönne, Lancet, 1/1985). Dr. Kummer schreibt dazu (Merkurstab 92): „Nach durchgemachten Masern kann man feststellen: Die Kinder laufen besser, sprechen flüssiger und bekommen geschicktere Finger; ihr Blick wird klarer, sie machen einen deutlichen Entwicklungsschritt. Das hat der Verfasser in seiner Praxis an fast 500 Kindern nachweisen können."

Nach diesen Ausführungen sei die ketzerische Frage erlaubt, ob es nicht besser wäre, wenn wir Bemühungen in Gang setzen würden, unseren Kindern diese Krankheit zu erhalten. Unser Anliegen sollte es sein, den Organismus der Kinder z. B. durch Ernährung, homöopathische Begleitung, usw. fähig zu machen, mit dieser Krankheit umzugehen, damit die gefürchteten Komplikationen ausbleiben. Dann wären Masern wirklich nur eine harmlose Kinderkrankheit.

Verbesserung der Durchimpfungsraten

In Deutschland gibt es zum Leidwesen des RKI und des DGK noch immer Masernkranke. Da man meint, die Masern ausrotten zu müssen, versucht man, den Eltern die Impfung schmackhaft zu machen. Leider verweigern aber viele Eltern besonders die MMR -Impfung.

Da es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, müssen sich die Behörden andere Strategien ausdenken, um die Impfstoffe an den Mann, bzw. das Kind zu bringen. 1995 fand in Marburg (D), am Sitz des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) ein Symposium unter dem Thema: „MMR-Verbesserung der Durchimpfungsraten" statt. Eingeladen hatte das DGK. Unter den Referenten befanden sich Vertreter der WHO, des RKI, verschiedener Gesundheits- und Sozialministerien, des DGK, der STIKO, etc. Man war, wie man so schön zu sagen pflegt, „unter sich". Gerne möchten wir hier einige „Anregungen" zitieren, damit der Bürger erfährt, was alles von offizieller Seite zu seinem Wohle geplant ist.

Besonders Dr. Uwe Goering aus Peg-nitz spracht recht deutliche Worte: „Der Bevölkerung bereitet die kontroverse Diskussion, die wir um die Impfung in der Öffentlichkeit führen, natürlich Probleme. Der eine sagt Hüh, der andere sagt Hott. Wenn Sie als niedergelassener Arzt/ Ärztin es schaffen, in Ihrer regionalen Zeitung einen tollen Artikel über die MMR-Impfung unterzubringen, macht der Journalist einen kleinen Kasten dazu und schreibt sinngemäss: ,,Es gibt aber auch Impfgegner und es gibt Komplikationen. Geehrte Leser, man muss also höllisch aufpassen und vorsichtig entscheiden und keinesfalls unkritisch jede Impfempfehlung übernehmen. " Dann ist alles, was in dem dreispaltigen Artikel mühsam ausformuliert wurde, für die Katz. Und das verunsichert ganz einfach die Bevölkerung. (...) Juristisch sind Impfungen Körperverletzungen. (...) Der Gesetzgeber muss Voraussetzungen schaffen, dass Impfungen keine Körperverletzungen sind. Er ist aufgerufen, das Verfahren zu vereinfachen, damit Rechtssicherheit entsteht und das Aufklärungsverfahren für Impfungen erleichtert wird. (...) Die Industrie muss gemeinsam mehr für den Impfgedanken in der Öffentlichkeit werben. Weder im Fernsehen noch in den gängigen Zeitschriften gibt es Werbung für die MMR-Impfung. (...) Wir müssen schliesslich dazu kommen, dass die Unterlassung und nicht die Durchführung der Impfungen Konsequenzen für den Arzt/die Ärztin haben könnte. (...) Es ist sicher schwer mit der Pressefreiheit zu vereinbaren, aber Journalisten/Journalistinnen sollten auf eigene kritische Kommentare unmittelbar neben Impfartikeln von Fachleuten verzichten. (...) Der Begriff „Kinderkrankheiten" ist dabei prinzipiell zu vermeiden. (...) Es ist ein moralisches Problem, die hohen Kosten moderner Impfprogramme der Allgemeinheit aufzubürden und demjenigen, der diese ungefährlichen Massnahmen verweigert, im Krankheitsfall vollen Schutz zu gewähren. Kann man Impf verweigerer an den unnötigen Krankheitskosten evtl. gleichermassen beteiligen, wie das bei Brillen oder Zahnersatz schon lange üblich ist? " Soweit Dr. Goering.

Dr. Windorfer beschuldigte sogar die eigenen Kollegen: „Entgegen einer irrigen Meinung ist es nicht die „Impfmüdigkeit" der Bevölkerung, die die Hauptursache für die zum Teil schlechten Durchimpfungsraten darstellt, sondern es ist - vor allem ausgeprägt in den später siebziger und in den achtziger Jahren -die immer wieder fehlende Impfmotivation der Ärzte/Ärztinnen. "

Zukunftsvisionen unserer Forscher

In der Ärztezeitung vom 29.6.2000 war nachzulesen, dass man zugibt, mit den bisherigen Strategien Masern nicht ausrotten zu können. Bei der Entwicklung neuer Impfstoffe und Impfstoff-Strategien für Kinder unter 12 Monaten gab es scheinbar „Rückschläge". In Afrika wurden wieder einmal die Kinder als Versuchskaninchen benutzt. Anfang der 90er Jahre kam es zu einer erhöhten Sterblichkeit dort, weil man Impfstoffe gegen Masern mit einer 100- bis lOOOfach höheren Dosierung angewendet hatte.

Dr. Fernande Pollack hat mit seinen Kollegen von der Johns Hopkins Univer-sity School of Hygiene and Public Health in Baltimore zwei DNA-Impfstoffe entwickelt, die die genetische Bauanleitung für das Hämagglutinin oder das Fusionsprotein von Masernviren enthalten (Nat Med 6/7, 2000,776). Mit diesem Impfstoff werden bereits Versuche an Affen durchgeführt. Zum Impfschutz habe, so die Autoren, weniger die zelluläre, sondern im wesentlichen die humorale Immunität beigetragen. Womit wieder ein Grundstein gelegt worden ist, zu einer unbrauchbaren Impfung. Nur, wenn das zelluläre und das humorale Immunsystem gleichermassen stimuliert werden, wie im Falle einer natürlichen Erkrankung, kann ein ausreichender Immunschutz aufgebaut werden.

Vielleicht sollten wir etwas weniger versuchen, regulierend in die Natur einzugreifen, solange wir sie nicht einmal im Ansatz verstanden haben.

Die Autorin, Anita Petek-Dimmer ist in der Redaktion erreichbar.



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