Klima-KetzerEine Zusammenfassung der Überlegungen des Klima-Ketzers: Ständig treffen kosmische Strahlen aus dem Weltraum auf die Erdatmosphäre. Sie lassen hier als Kondensationskeime Wolken entstehen. Nimmt die kosmische Strahlung zu, breitet sich die Wolkendecke aus, und es wird kälter. Nimmt die kosmische Strahlung ab, schrumpft auch die Wolkendecke, und es wird wärmer. Das weit in den interplanetarischen Raum reichende Magnetfeld der Sonne wirkt, zusammen mit den so genannten Sonnenwinden, als Schutzschild und Regler gegenüber der kosmischen Strahlung. Die wechselnde kosmischen Strahlung hinterlässt ihre Spur in Eisbohrkernen, in Holz und im Moorboden.
Henrik Svensmark belegt mit viel akribischer Kleinarbeit seine Behauptung. Er hat die Klimadaten vergangener Jahrzehnte und die Messdaten zur kosmischen Strahlung sowie die Sonnenaktivitäten untereinander in Beziehung gesetzt. Heraus kam eine frappierende Übereinstimmung mit dem Klimawandel. Der Schluss liegt nahe, dass die Sonne eine weitaus größere Bedeutung haben muss, als der zivilisationsbedingte CO2-Ausstoß.
Die anfängliche Skepsis und Verachtung aus dem Kreis der etablierten Wissenschaft ist mittlerweile einer breiten Anerkennung von Svensmark und seiner Theorie gewichen. Ein Weltbild gerät ins Wanken, das Umdenken schafft sich nur langsam Raum, bei Umweltpropheten, Politikern und denen, die mit den bisherigen Vorstellungen von den Ursachen einer Klimakatastrophe gut leben konnten.
Nächste Sendung der Prisma-Dokumentation:
Vom Bumerang zur Rakete
Zur Geschichte der Ballistik
Ein Film von Peter Brown
Dienstag, 20. November 2001, 22.15 Uhr
Aktuelle Bilder von der Sonne: Sonnenflecken, Sonnenwind. http://sohowww.nascom.nasa.gov/
Informationen zur Sonne auf Deutsch, schöne Bilder: http://www.sonnenwen.de/
Literaturhinweis:
Nigel Calder:
Die launische Sonne
212 Seiten, 108 meist farbige Bilder.
ISBN 3-925725-31-8
DM 68,80.
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