Bakteriozentrisches Weltbild
Warum
Impfen nicht funktionieren kann

Dr. med. August Zoebl
Bakteriozentrisches Weltbild
Derzeit herrscht in der Medizin das ,,Bakteriozentrische Weltbild", das heißt, der Erreger (Bakterium, Virus und Co.) steht im Zentrum der Infektion. Er gilt als der alleinige Verursacher der Erkrankung und der Mensch ist in diesem Weltbild nur einer, der durch reine Willkür dieses Erregers von diesem zufällig heimgesucht, befallen und ohne irgendeinen inneren Zusammenhang sinnlos krank gemacht wird. Der Erreger ist im Wesentlichen schuld an allem, ohne Erreger gäbe es die ganze Erregung (Entzündung) nicht, ohne ihn hätten -wir infektionsmäßig praktisch ein Paradies auf Erden.
Therapeutische Konsequenz des bakteriologischen Weltbildes:
Antibiotika und Impfen

Wenn nun der Erreger im absoluten Mittelpunkt der Erkrankung steht, also dessen alleinige Ursache ist und es ohne ihn die ganzen entzündlichen Infektionskrankheiten gar nicht geben würde, so ist es innerhalb dieser Weltsicht nur logisch und folgerichtig, eine bestehende Krankheit dadurch beseitigen zu wollen, indem man versucht, den Erreger auszurotten bzw. zu vernichten: Mit Antibiotikum, Virusstatikum usw. Kein Erreger, keine Erregung, keine Infektionskrankheit.
Und wenn der Erreger, sowie bakteri-ozentrisch postuliert, tatsächlich etwas willkürlich von außen Kommendes, ein Feind ist, kann man auch ohne weiteres ein menschliches Immunsystem annehmen, das sich gegen künftige Angriffe des Erregers auch dadurch zu schützen versucht, indem es nach einer stattgefundenen Infektion sogenannte „Antikörper mit Gedächtnis" bildet. Dass also bei einem neuerlichen Kontakt mit dem Erreger dieser durch „Gedächtnisantikörper"
von vorneherein als fremd und feindlich erkannt und unschädlich gemacht werder kann, noch bevor es zu sichtbaren Krankheitszeichen kommt. Diesen immunologisch plausiblen Gedanken glaubt man ah von der Natur gedacht.
Und so kommt, bakteriozentrisch folgerichtig, die menschliche Idee des IMPFEN S ins Spiel, wo man (bakteriozentrisch gedachte) Naturvorgänge zun großen Nutzen der Gesunderhaltung „se gensreich" nachzuahmen glaubt. Mär impft abgeschwächte Erreger oder derer Bruchstücke in einen gesunden menschlichen Organismus hinein, auf das hir sich „Antikörper mit Gedächtnis" bilder mögen, die dann bei einem tatsächlicher Kontakt mit dem echten Erreger, dieser erkennen und unschädlich machen sollen bevor dieser sichtbare Zeichen einer Erkrankung auslösen kann. Es entsprich praktisch einer Unfallversicherung, dk einem nicht versichert, dass man in Zu kunft im Falle eines Unfalls bestens ver-
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sorgt ist, sondern die einem versichert, dass es gar nicht zum Unfall kommen wird. Perfekt. Warum sollte man daran rütteln? Wahrscheinlich deswegen, weil man auf Grund von Beobachtungen annehmen könnte, dass die Welt mit den Bakterien und den Antikörpern sich in der Natur vielleicht doch anders dreht, als in unseren gängigen Lehrbüchern be-
schrieben wird. Interessant ist zum Beispiel, dass sich das Impfen als eine auf die Zukunft gerichtete therapeutische Methode von einem Augenblick auf den nächsten ins Nichts auflöst, wenn man statt dem Erreger jemand anderen ins Zentrum der Infektion stellt: Den Menschen.
Humanozentrisches Weltbild und dessen therapeutische Konsequenz:
Homöopathie
Ich würde es Humanozentrisches Weltbild nennen, um einen Namen dafür zu haben. Humanozentrisch heißt in diesem Zusammenhang, der Mensch steht im Mittelpunkt der Infektion, nicht der Erreger. Der Erreger hat hier bei einer Infektion dieselbe Bedeutung wie ein Streichholz beim Entzünden eines Feuers, er ist ein Mittel zum Zweck. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich vermute, der Körper holt sich in bestimmten Situationen ganz gezielt bestimmte Erreger herein, um mit ihnen Ungleichgewichte in seinem Synchronfeld auszugleichen. Streptokokken etwa, um bestimmte Entzündungen auszuführen oder Pilze, um totes organisches Material abzubauen.
Jede Pilzinfektion etwa stellt ein anschauliches Beispiel für den Unterschied zwischen bakterio- und humanozentri-schem Weltbild dar. Bakteriozentrisch gesehen ist der „lästige, hartnäckige" Pilz schuld an der Pilzinfektion und man bekämpft ihn mit Antimykotika, mit Anti-pilzmitteln. Der Pilz wird als aggressives Wesen hingestellt, der eine „geschwächte Immunlage" ausnützt und nun wahllos ü-ber sein schutzloses Opfer hereinbricht.
Humanozentrisch gesehen schaut das ganz anders aus. Die Aufgabe des Pilzes in der Natur ist es, abgestorbenes, totes Material abzubauen und somit wegzuräumen. Die Anwesenheit eines Pilzes ist
hier nur ein präziser Hinweis darauf, ein INDIKATOR, dass im entsprechenden Bereich abgestorbenes, vom Körper aufgegebenes Material (Epithelien, Hautschuppen) vorhanden ist. Man würde nie auf die Idee kommen, den Pilz zu behandeln, der hier nur eine Schwachstelle im entsprechenden Bewußtseinsbereich anzeigt. Die einzige Aufgabe hier kann es sein, den Menschen zu behandeln, der an dieser Stelle soviel an totem Material produziert und zu versuchen, diesen Bereich nach Möglichkeit wieder zu beleben. Wenn dort nichts Abgestorbenes mehr ist, hat auch der Pilz nichts mehr zu fressen und wird verschwinden.
Wenn jetzt aber der Körper mit den Erregern praktisch zusammenarbeitet, so bestünde für ihn nicht der geringste Grund dazu, sich gegen diese „Spe-zialarbeiter" durch bakteriozentrisch postulierte „Gedächtnis-Antikörper" von vor-neherein schützen zu müssen. Er holt sie ja selbst, um mit ihnen ganz gezielt jene Entzündungs- oder Abraum-Aktionen durchzuführen, die er als Idee selbst vorbereitet hat und zur Erhaltung seines Gleichgewichtes braucht. Folglich wären „Gedächtnis-Antikörper" gegen böse feindliche Bakterien und infolgedessen auch das auf diesen Grundlagen aufbauende Impfen völlig absurd. Es wäre so, als würde jemand, der hin und wieder mit
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durch einen Standpunktwechsel von bak terio- zu humanozentrisch wäre das The ma des Impfens in einem einzigen Au genblick der Erkenntnis vom Tisch ge wischt. Es wäre nicht mehr notwendig, d es spekulativ und weltblind auf einen nichtvorhandenen Mechanismus aufbaul der sich aus einer Fehlannahme, nämlicl dass die Bakterien böse Eindringling' sind, ergibt.
Es ist nicht meine Absicht, das Le benswerk von jemandem, das au dem „Segen" des Impfens aufgebaut isl in solch einem einzigen Augenblick de Standpunktwechsels ins absolute Nicht verschwinden zu lassen, doch scheint mi das Impfen aus den oben erwähnte] Gründen keine reale Grundlage zu haber Sollte ich mich in meiner Ansicht irrer hoffe ich einmal mit jenen, die mich von Gegenteil überzeugt haben, herzlich übe meinen peinlichen Irrtum lachen zu kön nen. Sollte sich meine Ansicht jedoch al brauchbar erweisen, freut es mich, s» manchen in seiner Weitsicht inspiriert zi haben. .
Anschrift des Verfassers
Dr. med. August Zoebl
Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie
Innerer Platz l
A-8412 Allerheiligen bei Wilden
einem Feuer altes Gerumpel abheizt, Antikörper gegen Streichhölzer bilden.
Das Bakteriozentrische Weltbild erscheint mir als eine Weltanschauung, die funktioniert, solange man sich mit dem Erzielen von oberflächlichen Effekten zufrieden gibt. Doch vermute ich, dass es am Wesentlichen vorbeigeht: Dass der menschliche Körper ein Präzisionsinstrument ist, das exakt durch Symptome anzeigt, wo im entsprechenden Bewußtseinsbereich dem erkrankten Menschen etwas fehlt. Und so zeigt auch jeder Befall mit einem Erreger an, dass dem MENSCHEN in diesem Bereich etwas fehlt und er zur Ausgleichung dieses Fehlers auf körperlicher Ebene einen entsprechenden Erreger braucht. Und es schwirren genau sowenig wildgewordene Erreger herum wie wahnsinnige Zündhölzer herumschwirren, die alles von sich aus anzünden und die Welt böswillig in Brand setzen. Das passiert nur im Bakte-riozentrischen Weltbild, doch nicht in der beobachtbaren Natur.
Mir ist bewußt, dass beide Ansichten, bakterio- und humanozentrisch, einander ausschließen. Ich glaube auch nicht, dass die Antwort irgendwo in der Mitte liegt. Das Impfen steht und fällt mit dem Bak-teriozentrischen Weltbild. Das heißt,
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